#EnterDenRaab Gespräch mit Michael Ostermeier

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Nun ich habe die PR-Abteilung von Brainpool (0221-6509-3010) angerufen und nach kurzer Einführung eine einfache Frage gestellt:

Ich möchte erfahren, wie ich als Zuschauer am Samstag in der Wahlsendung für die Piratenpartei stimmen kann? Ein Freund von mir war gestern in der Sendung TV Total und bei der Abstimmung fürs Wahl-O-Meter gab’s nämlich keine Möglichkeit, für eine andere Partei als die sechs vorgegebenen abzustimmen.

Nach kurzer Verwirrung erhielt ich folgende Antwort (frei aus meiner Erinnerung):

Das kann ich Ihnen gar nicht sagen. Das weiß ich nicht. Am besten reden Sie mit Herrn Ostermeier von ProSieben. Wir haben schon sehr viele Zuschriften von der Piratenpartei.

Also habe ich Herrn Ostermeier, den Pressesprecher von ProSieben, angerufen (089 9507-1142), ihm den Background erklärt und zunächst die gleiche simple Frage gestellt. Die Antwort hat mich schon erstaunt:

Das können Sie nicht. Wir möchten, dass die Zuschauer nur für die sechs eingeladenen Parteien abstimmen.

Daraufhin zitierte ich ihm die Ausschreibung des Programms:

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Und fragte ihn, wie er denn die Stimmung der jungen Menschen ergründen möchte, wenn diese keine Möglichkeit haben für eine andere Partei zu stimmen, als für die sechs eingeladenen?

Wir haben diese sechs Parteien eingeladen und wollen nur die Stimmung unter diesen Parteien erfassen.

Also möchten Sie nicht die politische Stimmung der jungen Menschen, sondern lediglich das Kräfteverhältnis zwischen den sechs Parteien ergründen?

Ja. Wir müssen irgendwo einen Schnitt machen.

Die Piratenpartei ist sehr populär unter den jungen Menschen. In der Jugendwahl vor einigen Tagen erhielt  sie knapp 9%. In der Zielgruppe der Sendung ist sie wahrscheinlich zweistellig. Wie wollen Sie die jungen Menschen zum Wählen motivieren, wenn diese in Ihrer Sendung für keine Partei außer den sechs abstimmen können? Das würde doch Ihrer Sendung zugute kommen, wenn Sie die Piratenpartei einladen würden.

Das sagen Sie. Die Piratenpartei ist gar nicht so populär.

Wir haben über 8.000 Unterstützer für das Anliegen. Richten Sie doch die Möglichkeit für „Sonstige“ zu stimmen, wenn Sie von der Piratenpartei wenig halten.

Wir haben 20 Mio Zuschauer. Wie gesagt wir müssen irgendwo einen Schnitt machen, es macht keinen Sinn für „Sonstige“ zu stimmen.

Es ist mir keine größere Zuschauer-Aktion bekannt, die versuchen ihr Anliegen beim Sender wirksam zu machen. Dem musste er zustimmen, blieb aber bei seiner Auffassung.

Ich habe erkannt, dass Herr Ostermeier in Ausreden flüchtet, ohne die Chancen für ProSieben zu erkennen, deswegen habe ich direkt gefragt, ob er mich mit Stefan Raab in Kontakt bringen könnte in der Hoffnung, Stefan würde mehr Weitsicht beweisen. Das wurde mir verwehrt, er hat mir aber angeboten, das Anliegen dem Management von Stefan Raab zu schildern. Eine Email an allendorf-riehl.de (im Prinzip der Zweite Offener Brief an Raab) ist raus. Mal schauen wie es wird.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der folge mir auf Twitter.

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Veröffentlicht am 23. September 2009 in Aktion, EnterDenRaab, Piratenpartei und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 72 Kommentare.

  1. Vorschlag @ piratig:

    Macht das doch einfach so, wenn TV-Total schon so rumzickt, dass Ihr Euch auf irgendeine andere Partei (die da eingeladen ist) einigt, für die alle Piraten-Anhänger am Samstag bei Raab „abstimmen“.:) Bspw. für die Linke, also eine, die normalerweise eher weniger Stimmen bekommt. Ist doch letztlich egal.

    Das verfälscht, wenn nur genügend Leute anrufen, das Ergebnis und sorgt dann für nette Verwirrung. Das Beste ist, dagegen kann keiner was machen.😀

    Das muss dann nur noch möglichst schnell überall im Netz verbreitet werden, damit es auch klappt.

    Viel Spass dabei, der Butzemann

  2. http://www.presseportal.de/pm/62589/1480108/vz_netzwerke
    15,9% bei 1,2 Mio Teilnehmern. Wenn das kein Argument ist, weis ich auch nicht. Es ist zudem kein vernünftiges Argument, für eine kommende Wahl die letzte Wahl als Ausgangslage zu nehmen. Das zeigt eher, dass manche Leute starrsinnig sind und sich keine Änderung vorstellen können.
    Ich vermute, das Stefan Raab oder evtl Pro7 wegen inhaltlichen Gründen kein Interesse daran haben die Piratenpartei zu propagieren. (immerhin ist Raab & co ein Profiteur aktueller Regelungen, so wie z.b. auch Mike Krüger…)
    Mir klingt das eher wie die „Stallorder“ die man aus norddeutschen Zeitungen kennt…
    http://web.piratenpartei.de/Pressemitteilung/Stallorder_gegen_FREIE_WÄHLER_und_PIRATEN_durch_auflagenstärksten_Zeitungsverlag_Schleswig-Holsteins

    Immer dran denken:
    Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
    Mahatma Gandhi

  3. Hm, so wie es aussieht wird es keine Kategorie „Sonstige“ geben.
    Und Stefan Raab und Pro7 wollen das möglichst viele Leute eine
    SMS schicken oder 50 cent für einen Telefonanruf abdrücken.
    Wir dürfen die Piraten nicht wählen, also müssen wir eine
    andere Partei in Stefan’s Sendung wählen (falls wir mitspielen wollen).
    Da finde ich es nur konsequent wenn alle Piraten sich auf eine
    der 6 zur Verfügung stehenden Parteien einigen, wie Guybrush
    Threepwood vorgeschlagen hat. Wenn wir wollen, haben wir einen
    Einfluss auf das Abstimmungsergebnis, wir müssen uns nur _einig_ sein.
    Die Postkarten haben auch pro Stück 50 cent gekostet, mir wäre das
    erstaunte Gesicht von Stefan Raab deutlich mehr wert.

    • jap bin dafür

    • Okay, schön das es doch noch einige Befürworter für diese Aktion zu geben scheint. Der Rest macht Twitter. Entweder finden sich genug Leute bis zum Samstag, oder eben nicht.
      Mein Vorschlag ist übrigens GRÜN, weil ich den Grünen noch am ehesten medienkompetenz zutraue und auch die Entwicklungsgeschichte in den Anfängen der Grünen ja einige Parallelen zu den Piraten aufweist.

      Also am Samstag will ich die Grünen bei 50% sehen.😉

  4. Omann.. was dieser Ostermeier für eine Systema******** ist!

    Wie gut das es Zensur gibt in Deutschland, um seine Meinung zu sagen.

  5. Wichtigtuer! Nicht beachten. Die PR von ProSieben/Brainpool hätte andere Möglichkeiten als hier anonym zu posten…

    Herr ‚Piratig‘, weiter so! Aber freundlich bleiben!:)

  6. Ich würde vorschlagen, sich mit Boykot-Aufrufen oder sonstigen noch ein Bisschen zurückzuhalten. Wie ich auf dem Handy sehe, hat mich heute Abend versucht jemand aus der ProSieben-Zentrale anzurufen. Es kann sein, dass man einen Vorschlag unterbreiten will.

  7. Stellt den Quatsch endlich ein. Kindergarten…

  8. Gibt es was Neues von der ProSieben Zentrale?

  9. Schön, dass Herr Ostermeier die Ergebnisse der U18-Wahl anzweifelt.

  10. Herr Ostermeier sagt es doch ganz deutlich. Es geht um Quote. Wenn die Piratenpartei am Sonntag die 5% Hürde nimmt, wird sie sicher bei der nächsten BTW dabei sein.

  11. Ich sag euch wie das läuft. Im Publikum sitzen ein paar Schauspieler und miemen Piraten. Nach ein, zwei dummen Kommentaren / Antworten lassen sie sich dann dumpf von Raab vorführen und werden von allen Anwesenden belächelt. lol

  12. Müsst man beim Voting via SMS nicht trotzdem „PIRATEN“ angeben können?
    Die Frage ist, ob solche SMS ausgewertet werden – oder ob sie manuell oder automatisch gefiltert werden.

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