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Ergebnisse der Landtagswahl in NRW bei den Jungwählern

Das Wahlverhalten der Jungwähler (18-24 Jahre) ist grundlegend anders als im Schnitt der Bevölkerung. Die Wähler zwischen 18 und 24 Jahren wählten heute folgende Parteien in den Landtag:

Quelle: Tagesschau.de

In dieser Konstellation wäre Rot-Orange die große Koalition im Düsseldorfer Landtag mit 53% der Sitze, aber auch Rot-Grün und Rot-Schwarz wäre möglich:

Piratige #GuerillaPlakate in NRW

Wie schon in Berlin, versachlichen die NRW-Piraten die Plakate der politischen Wettbewerber:

Verlinkt bitte weitere Funde. Wir machen hier eine Sammlung der am besten gelungenen Ergänzungen.

NRW-Landtagswahl: Die Jugend hat bereits gewählt

Kompakt-Nachrichten berichten von den Ergebnissen der U18-Wahl in NRW.

Jugend wählt deutlich differenzierter, hier die Ergebnisse: Lies den Rest dieses Artikels

Wahlprogramme der Parteien zur Landtagswahl NRW 2012

Ich habe mir die Mühe gemacht, die Wahlprogramme für die Landtagswahl NRW 2012 zusammenzustellen:

SPD: Wahlprogramm (22 Seiten)

CDU: kein Wahlprogramm für NRW 2012 vorhanden, lediglich ein Wahlaufruf (17 Seiten)

Bündnis 90/Die Grünen: Wahlprogramm (52 Seiten)

Die Linke: Wahlprogramm (68 Seiten)

FDP: kein Wahlprogramm für NRW 2012 vorhanden, lediglich ein Wahlaufruf (5 Seiten)

Piratenpartei: Wahlprogramm (76 Seiten)

Erstaunlicherweise hat die Piratenpartei mit 76 Seiten das umfangreichste Wahlprogramm aller Parteien Lies den Rest dieses Artikels

Offener Brief der Piratenpartei NRW an Raab #EnterDenRaab

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Heute hat die Piratenpartei Nordrhein-Westfalen ihren offenen Brief an Raab veröffentlicht:

Lieber Stefan Raab,

als Landespressersprecher der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen ich muss Dich wirklich um Entschuldigung bitten. Hatten doch gestern nachmittag bei der Aufzeichnung von TV total in Köln Anhänger der Piratenpartei gefälschte Stimmzettel für die tägliche Wahl-o-Meter-Abstimmung unters Stimmvolk gebracht! Und warum? Nur, weil sie mit den von Dir für das Studiopublikum vorgegebenen Stimmzetteln nicht einverstanden waren? Nur, weil sie den Wählern ermöglichen wollten, auch für die Piratenpartei zu stimmen oder gar für »Sonstige«? Was für eine kindische Begründung! Was für eine kindische Aktion! Davon distanziert sich die Piratenpartei Deutschland ausdrücklich.

Denn die Piratenpartei akzeptiert selbstverständlich, dass Du es bist, der TV total fest in der Hand hat und die Regeln bestimmst. Daher ist es natürlich Dein gutes Recht, in Deiner Weisheit festzulegen, welche Parteien auf dem PRO7-Stimmzettel zu stehen haben und welche nicht. Wenn Du meinst, dass fünf Parteien ausreichen, dann ist das ganz bestimmt gut und richtig so. Schließlich haben die meisten Menschen Schwierigkeiten damit, mehr als fünf Dinge gleichzeitig zu überblicken. Fünf ist also eine gute Wahl. Du tust dem deutschen Fernsehvolk einen großen Gefallen, weil Du die Politik übersichtlich machst.

Wird das am Sonntag ein Erschrecken geben, wenn die Leute auf dem echten Wahlzettel nicht nur fünf, sondern viermal so viel sehen! Wie soll man sich denn da entscheiden? Wie gut haben es TV-total-Gucker, die sich am Wahl-o-Meter mit seinen übersichtlichen fünf Parteien orientieren können: einfach die Lieblingspartei auf dem Wahlzettel raussuchen, ankreuzen, fertig.

Ich finde, bei der echten Bundestagswahl sollte es genauso sein. Fünf Parteien – und gut. Damit kommt der Bürger klar. Und das schont die Umwelt, weil weniger Bäume für lange Stimmzettel sterben müssen.

Danke Stefan, dass Du Politik wieder einfach und übersichtlich machst! Danke, dass Du mit dem Parteienwirrwarr aufräumst! Danke, dass Du Dich auf die fünf Parteien beschränkst, die sich in den letzten 60 Jahren im Westen wie im Osten unserer Republik durch kluges Handeln in Regierungsverantwortung oder Opposition bewährt haben – erfahrene Parteien, deren Politik von Jahr zu Jahr besser wird. Diesen Parteien und diesen Politikern geben wir gern und vertrauensvoll auch weiterhin uns und unsere Zukunft in die Hand.

Ich fürchte nur, einige Wähler werden sich trotz Deiner Bemühungen nicht davon abhalten lassen, der Piratenpartei ihre Stimme zu geben. Das können natürlich nur Leute sein, die nicht TV total geguckt oder trotz Guckens die Sache mit den Großen Fünf nicht verstanden haben. Vielleicht kommt die Piratenpartei sogar in den Bundestag. Wäre das nicht schrecklich? Denn dann ginge es in der Politik ja auch mal um Bürgerrechte statt nur um die Worthülse gleichen Namens. Dann säßen im Bundestag Politiker, die verstanden haben, wie junge Leute denken und fühlen, denen das Internet ein zweites Zuhause ist. Nicht auszudenken! Und das Schlimmste: Du brauchtest für »TV total Bundestagswahl 2013« neue Stimmzettel.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Klute

Piratenpartei Deutschland
Landespressestelle NRW
Rainer Klute
Körner Grund 24
44143 Dortmund

Telefon: 0231 / 5349422
Mobil: 0172 / 2324824
E-Mail: presse@piratenpartei-nrw.de

Web: http://www.piratenpartei-nrw.de/

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Piratenpartei mit bis zu 14% gewählt

Das letzte große Kräftemessen vor der Bundestagswahl 2009 ist nun vorbei. Gestern, am Sonntag, den 30.8.2009, haben in drei Bundesländern die Landtagswahlen und in einem weiteren Kommunalwahlen stattgefunden.

Piratenmässig sind nur die Landtagswahlen in Sachsen und die Kommunalwahlen in NRW interessant, denn in Thüringen und in Saarland ist die Piratenpartei wegen der erst grade erfolgten Gründung des Landesverbandes nicht angetreten.

Fangen wir erst mal mit Sachsen an:

Hier wurde 1,9% für die Piratenpartei erreicht. Ich habe mit 1,5-2% gerechnet und auf 3% gefhoft. Es ist eine Steigerung um 93% gegenüber der EU-Wahl, was die Anzahl der Stimmen für Piraten betrifft (von 17.905 auf 34.620), also fast eine Verdoppelung innerhalb von 3 Monaten, doch eine 2 oder gar 3 vorne hätte eine wesentlich deutlichere Sprache gesprochen. Ich muss schon sagen, dass es hier mehr Aufwand hätte betrieben werden sollen. Ein gutes Abschneiden bei dieser Wahl hätte eine große Signalwirkung und Einfluß auf den Ausgang der Bundestagswahl gehabt. Eine 3 vorne hätte gezeigt, dass der Einzug in den Bundestag realistisch ist, die Unentschlossenen und viele Nichtwähler dazu bewogen, an den Erfolg der Piraten zu glauben und diese zu wählen. Diese Wahl hätte in die gesamte Strategie zur Bundestagswahl eingebaut werden sollen, die ich im naiven Wahlkamf der Piraten vermisse. Sie wurde zu stiefmüterlich behandelt. 1,9% ist zu wenig um diese Wirkung zu entfalten. So ist die Piratenpartei in der umfangreichen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen völlig untergegangen.

Es soll hier aber nicht unerwähnt bleiben, dass z.B. im Wahlkreis Dresden 3 Piraten mit 4,8% zugeschlagen haben (Dresden insgesamt 3,4%). Man sieht also das Potenzial, das sich hoffentlich bei der Bundestagswahl entfalten wird.

Kommen wir zur Kommunalwahlen in NRW:

Dort ist die Piratenpartei in Münster und in Aachen angetreten.

In Münster hat die Piratenpartei mit 1,6% einen Sitz im Stadtradt erobert. Dabei stand sie lediglich in 18 von 33 Wahlbezirken auf dem Stimmzettel. In den belegten Stadtbezirken erreichte sie einen Stimmenanteil von 2,9%.

In Aachen sieht es auf den ersten Blick ähnlich aus: 1,7% und ein Sitz im Stadtradt. Doch beim näheren Hinsehen stellst sich heraus, dass die Piratenpartei lediglich in 8 von 32 Wahlbezirken auf dem Stimmzettel stand. In diesen Bezirken erreichte sie im Schnitt sagenhafte 8,2%! Sie lag also noch vor der FDP mi im Schnitt 7,3%, in einem Bezirk lag sie sogar bei unglaublichen 9,7%!

Man sieht also: Je weiter in den Westen der Republik und je größer, je universitärer die Stadt, umso höher der Rückhalt der Piraten. Die Zahlen aus der Kommunalwahl in NRW lassen auf gutes Abschneiden bei der Bundestagwahl hoffen, wenn sie nur richtig von der Partei PR-mäßig ausgeschlachtet werden würden.

P.S. Im Prognosemarkt bei Wahlfieber wird das Wahlergebnis der Piratenpartei bei der Bundestagswahl zum ersten Mal mit einem Wert über 3% prognostiziert (Stand 31.8.2009, 23 Uhr).
Geldwetten gelten als die genauesten Prognosen in politischen und gesellschaftlichen Themen, vor allem bei kleineren Parteien, wo die traditionellen Umfragemethoden nicht greifen.

Update 1.9.2009:
Wie Rex angemerkt hat, ist in einzelnen Wahlbezirken in Dresden die Piratenpartei sogar zweistellig gewesen. Der Spitzenreiter ist wohl Hechtviertel mit 14%!

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