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#EnterDenRaab Ein schöner Tag für Stefan Raab

Gestern ist sehr viel um Stefan Raab passiert. Er hat es geschafft, die Piratenpartei in seine Wahlsendung “TV Total Bundestagswahl 2009″ nicht einzuladen und auch eine Raab’sche Abstimmung (d.h. Abstimmung für die “großen Sechs” Parteien, ohne eine Möglichkeit für eine andere Partei oder auch Sonstige zu stimmen) gegen jede Vernunft durchzuführen. Mit dem resultierenden Ergebnis (26% für die CDU, 21% für die Linke und 18% für SPD) hat er die “Spitzenpolitiker” der “Volksparteien” und Peter Limburg bis aufs Knochen blamiert, also alles im Sinne des Erstwählerchecks.

Hey, er hat vielleicht den Deutschen Fernsehpreis für “Schlag den Raab” nicht bekommen, dafür aber den Deutschen Zeunsurpreis in der Kategorie TV-Zensur.

Und zumindest eine der Aktionen mit Raab drin scheint richtig erfolgreich gewesen zu sein: #EnterDenRaab :)

Klarmachen zum Ändern! Piraten wählen gehen!

Macht mit bei folgenden Umfragen:

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Offener Brief der Piratenpartei NRW an Raab #EnterDenRaab

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Heute hat die Piratenpartei Nordrhein-Westfalen ihren offenen Brief an Raab veröffentlicht:

Lieber Stefan Raab,

als Landespressersprecher der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen ich muss Dich wirklich um Entschuldigung bitten. Hatten doch gestern nachmittag bei der Aufzeichnung von TV total in Köln Anhänger der Piratenpartei gefälschte Stimmzettel für die tägliche Wahl-o-Meter-Abstimmung unters Stimmvolk gebracht! Und warum? Nur, weil sie mit den von Dir für das Studiopublikum vorgegebenen Stimmzetteln nicht einverstanden waren? Nur, weil sie den Wählern ermöglichen wollten, auch für die Piratenpartei zu stimmen oder gar für »Sonstige«? Was für eine kindische Begründung! Was für eine kindische Aktion! Davon distanziert sich die Piratenpartei Deutschland ausdrücklich.

Denn die Piratenpartei akzeptiert selbstverständlich, dass Du es bist, der TV total fest in der Hand hat und die Regeln bestimmst. Daher ist es natürlich Dein gutes Recht, in Deiner Weisheit festzulegen, welche Parteien auf dem PRO7-Stimmzettel zu stehen haben und welche nicht. Wenn Du meinst, dass fünf Parteien ausreichen, dann ist das ganz bestimmt gut und richtig so. Schließlich haben die meisten Menschen Schwierigkeiten damit, mehr als fünf Dinge gleichzeitig zu überblicken. Fünf ist also eine gute Wahl. Du tust dem deutschen Fernsehvolk einen großen Gefallen, weil Du die Politik übersichtlich machst.

Wird das am Sonntag ein Erschrecken geben, wenn die Leute auf dem echten Wahlzettel nicht nur fünf, sondern viermal so viel sehen! Wie soll man sich denn da entscheiden? Wie gut haben es TV-total-Gucker, die sich am Wahl-o-Meter mit seinen übersichtlichen fünf Parteien orientieren können: einfach die Lieblingspartei auf dem Wahlzettel raussuchen, ankreuzen, fertig.

Ich finde, bei der echten Bundestagswahl sollte es genauso sein. Fünf Parteien – und gut. Damit kommt der Bürger klar. Und das schont die Umwelt, weil weniger Bäume für lange Stimmzettel sterben müssen.

Danke Stefan, dass Du Politik wieder einfach und übersichtlich machst! Danke, dass Du mit dem Parteienwirrwarr aufräumst! Danke, dass Du Dich auf die fünf Parteien beschränkst, die sich in den letzten 60 Jahren im Westen wie im Osten unserer Republik durch kluges Handeln in Regierungsverantwortung oder Opposition bewährt haben – erfahrene Parteien, deren Politik von Jahr zu Jahr besser wird. Diesen Parteien und diesen Politikern geben wir gern und vertrauensvoll auch weiterhin uns und unsere Zukunft in die Hand.

Ich fürchte nur, einige Wähler werden sich trotz Deiner Bemühungen nicht davon abhalten lassen, der Piratenpartei ihre Stimme zu geben. Das können natürlich nur Leute sein, die nicht TV total geguckt oder trotz Guckens die Sache mit den Großen Fünf nicht verstanden haben. Vielleicht kommt die Piratenpartei sogar in den Bundestag. Wäre das nicht schrecklich? Denn dann ginge es in der Politik ja auch mal um Bürgerrechte statt nur um die Worthülse gleichen Namens. Dann säßen im Bundestag Politiker, die verstanden haben, wie junge Leute denken und fühlen, denen das Internet ein zweites Zuhause ist. Nicht auszudenken! Und das Schlimmste: Du brauchtest für »TV total Bundestagswahl 2013« neue Stimmzettel.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Klute

Piratenpartei Deutschland
Landespressestelle NRW
Rainer Klute
Körner Grund 24
44143 Dortmund

Telefon: 0231 / 5349422
Mobil: 0172 / 2324824
E-Mail: presse@piratenpartei-nrw.de

Web: http://www.piratenpartei-nrw.de/

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Input gesucht: Der Gleichschaltungssender #EnterDenRaab

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für „Sonstige“ ist nicht möglich.

Wie ich im Artikel “ProSieben ein Fall für OSZE?” darlegte, wird dadurch die politische Stimmung von ca. 1/4 der jungen Wähler nicht wiedergegeben.

In der Pressekonferenz am 24.9.2009 stellte Limburg klar:

“Es wird eine härtere Auseinandersetzung als beim TV-Duell, weil es die letzte Chance die Parteien ist, noch einmal ihre Wähler zu mobilisieren”.

Augenscheinlich soll die Sendung nicht das Ziel verfolgen, die Stimmung der jungen Generation zu ergründen, sondern wird als Wahlwerbeveranstaltung der sechs etablierten Parteien vor dem jungen Publikum begriffen.

Das Demokratieverständnis von ProSieben scheint also zu sein:

Es geht nicht darum, dass die Politik sich an den Willen des Wählers anpasst, der frei zwischen Parteien und deren Programmen auswählen kann, sondern der Wähler soll sich an die Meinung einer der ihm vorgegebenen Parteien anpassen.

Stefan Raab ist dafür bekannt, für andere Sender witzige, einprägsame Namen zu verwenden (Beispiel “der Busensender” für RTL2). Ich schlage vor, auch für ProSieben solch einen Namen zu finden. Mein Vorschlag wäre “der Gleichschaltungssender”.

Schreibt eure Vorschläge heute in den Kommentaren. Morgen stimmen wir darüber ab.

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ProSieben ein Fall für OSZE?

Diese Aktion hat inzwischen über 9.000 Unterstützer. Mach mit!

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für “Sonstige” ist nicht möglich (siehe: Pressekonferenz) . Die Demokratieverträglichkeit einer solchen “Wahl” wird eindrucksvoll durch den durchgeleakten TV Total Wahlzettel vorgeführt:

31467729

Die größte bisher unter jungen Menschen durchgeführte Umfrage mit 1,2 Mio Befragten zeigt einen Anteil von 26,6% Stimmen für Parteien außerhalb dieser 6 Parteien. Auch die Jugendwahl 2009 ergan 22,3% für die “kleinen Parteien”.

ProSieben schließt damit große Teile ihrer Zielgruppe von der Wahl aus. Oder geht es bei der Sendung nicht darum, die Stimmung der jungen Menschen zu ergründen, sondern darum, diese Wähler von den “großen Sechs” zu überzeugen?

Wegen der Medienmacht von ProSieben, der sehr hohen Zuschauerquote dieser Sendung und der Tatsache, dass sie am Vorabend der Bundestagswahl stattfindet, stellt sich die Frage, ob der Sender hierbei unzulässig in das Stimmverhalten der Wähler eingreift, denn 23 Parteien werden aus “Stimmungsbarometer” vollkommen ausgeblendet.

Im Twitter wurden Stimmen laut, ob dies nicht ein Fall für die Wahlbeobachter von OSZE ist. Ein gutes Beispiel für die mediale Ungleichbehandlung politischer Parteien im Vorfeld der Wahlen.

Stimmt bitte ab:

Ihr könnt diese Umfrage auf eurer Website oder Blog einbinden:

<script type="text/javascript" language="javascript"
  src="http://static.polldaddy.com/p/2037183.js"></script>

Update: Ein schöner Bildbeitrag dazu von kruppzeuch (Thx):

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Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Wahlmanipulation bei TV Total? #EnterDenRaab

Am Donnerstag, den 24.9.2009 besuchte eine Gruppe von 3 Piratenpartei-Sympathisanten als Studio-Zuschauer die Aufzeichnung der Sendung TV Total. Sie wussten bereits von dem skandalösen TV Total Wahlzettel, denn sie haben die Sendung bereits am Dienstag besucht:

31467729

Dieser Wahlzettel wird vor jeder TV Total Sendung an die Zuschauer verteilt, für die tägliche Wahl-O-Meter Abstimmung. Es fehlt eine Möglichkeit für eine andere Partei zu stimmen, als die vorgegebenen CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Grüne, Die Linke. Für sonstige zur Bundestagswahl stehende Parteien (immerhin 23) kann mit diesem Wahlzettel keine Stimme abgegeben werden. Da ist es auch kein Wunder, dass das TV Total Wahl-O-Meter immer 100% für die 6 obigen Parteien zeigt.

Doch diesmal waren die Drei gut vorbereitet. Sie haben ca. 100 demokratischere, um zwei Zeilen erweiterte Wahlzettel angefertigt, die Sie an Zuschauer vor dem Studio verteilt haben:

31637394

Alle “demokratischen” Wahlzettel wurden von Zuschauern gern angenommen. Die Drei haben mit ihnen geredet und einige von ihnen wollten auch die Stimme im Studio mit diesem Zettel für die Piratenpartei abgeben. Die Drei haben mit zwei Mitgliedern der Piratenpartei, die sie vor der Sendung getroffen haben, natürlich für die Piratenpartei gestimmt. Das sind fünf sichere Stimmen für die Piratenpartei, unter den 150-250 Zuschauern immerhin 2-3% der Stimmen, die Stimmen der Zuschauer für die Piratenpartei oder für “Sonstige” nicht miteingerechnet.

zettel3

Zwischendurch hat Raab mit Limburg geplaudert, von TV Total Bundestagswahl 2009 geschwärmt, sie als die größte und genaueste Wahlumfrage in dieser Wahlperiode bezeichnet.

Doch wie erstaunt waren die Drei, als in dem Wahl-O-Meter am Ende der Sendung weder ein Balken für die Piratenpartei noch ein Balken für Sonstige auftauchte. Mehr noch: Das Wahl-O-Meter zeigte folgende Stimmenanteile: CDU/CSU 33,9%, SPD 23,9%, FDP 14,4%, Grüne 15,6%, Die Linke 12,2%. D.h. die Summe der Prozentanteile für die Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne und Die Linke ergab 100%.

Es wurden auch keine Stimmen für Piratenpartei oder Sonstige weder von Stefan Raab noch von dem eingeladenen Peter Limburg während der Ergebnisverkündung erwähnt. Ich zitiere: “Kein Sterbenswörtchen”.

Ich frage: Wie ist das möglich? Wie ist das zu erklären? Wo sind unsere Stimmen geblieben? Stimmen von legitimen Zuschauern für eine legitime am 27.9.2009 zur Wahl stehende Partei. Wer und wieso hat sie unter den Tisch fallen lassen?

Da klingen die Abschiedsworte von Herrn Limburg wie ein blanker Hohn:

Und wir wollen natürlich, dass möglichst viele Leute wählen gehen. Deswegen machen wir den ganzen Spaß ja auch.

100_2142

Vorbereitungen der GENIALEN Aktion. Meine Gratulation Jungs!

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Update2: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Pressekonferenz: TV Total Bundestagswahl ohne Piraten

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ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Bei der heutigen Pressekonferenz erklärt Peter Limbourg auf Nachfrage eines Journalisten, wieso die Piratenpartei nicht eingeladen wurde:

Wir haben klar gesagt: Wir wollen die Parteien einladen, die im Bundestag vertreten sind. Wir können nicht nach Schätzungen gehen, wer vielleicht eine Chance hat und wer nicht. Dann müssten wir auch alle anderen die noch kandidieren, z.B. die Bibeltreuen Christen oder die Violetten, einladen. (Quelle: DWDL.de)

Es ist insofern bizarr, dass die Sendung sich an Zuscher U30 richtet und die Schwerpunkte der Diskussionsrunde sich um die Themen Bildung und Internet drehen sollen.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Eine Stimmabgabe für eine andere Partei als CDU/CSU, SPD, FDP, die Gründen oder die Linke ist nicht vorgesehen. Auch eine Stimme für “Sonstige” ist nicht möglich. Ginge es nach dem Willen von ProSieben dürfte der Wähler keinen neuen Bundestag wählen, sondern lediglich den alten Bundestag bestätigen. Tiefe Einsichten in das Demokratieverständnis von ProSieben bietet mein Gespräch mit Michael Ostermann, dem Presseprecher von ProSieben, sowie der durchgeleakte TV Total Wahlzettel, der an die Studio-Zuschauer vor jeder Sendung ausgeteilt wird:

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Wieso eine Stimmabgabe für “Sonstige” ausgeschlossen wird, bleibt weiterhin ungeklärt.

Update: Besorgte Journalisten hat Raab mit folgenden Worten beruhigen wollen:

Wir haben einen Koeffizienten errechnet mit dem wir unser Ergebnis, das natürlich demoskopisch nicht die Breite der Gesellschaft widerspiegelt, auf das potentielle Bundestagswahlergebnis umrechnen können.  (Quelle: DWDL.de)

Heißt das: Wenn die Abstimmung nicht dem gewollten Soll-Ergebnis entspricht, werden die Anteile der Parteien so angepasst, dass das rauskommt, was rauskommen soll?

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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#EnterDenRaab Demokratieverständnis von ProSieben

Wenn es nach ProSieben ginge, dürfte der Wähler nur eine der sechs Parteien in den Bundestag wählen: CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne, Die Linke.

Hier der durchgeleakte Wahlzettel, den die Zuschauer der Sendung TV Total zur Abstimmung für das Wahl-O-Meter bekommen:

31467729

Da braucht man sich nicht zu wundern, dass TV Total Wahl-O-Meter für diese Parteien in der Summe 100% anzeigt. Genauso (aber elektronisch) soll es nach dem Willen von ProSieben bei der Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 am 26.9.2009 aussehen, in der die Erstwähler und Nichtwähler zum Wählen motiviert werden sollen. Eine Stimmabgabe für eine andere Partei oder “Sonstige” ist nicht möglich.

Vergleiche dazu mein heutiges Gespräch mit Herrn Ostermeier.

Ich empfehle auch den Artikel Argumente der Piraten-Verweigerer.

Ich lasse es mal ohne Kommentar. Was meint ihr?

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#EnterDenRaab Gespräch mit Michael Ostermeier

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ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Nun ich habe die PR-Abteilung von Brainpool (0221-6509-3010) angerufen und nach kurzer Einführung eine einfache Frage gestellt:

Ich möchte erfahren, wie ich als Zuschauer am Samstag in der Wahlsendung für die Piratenpartei stimmen kann? Ein Freund von mir war gestern in der Sendung TV Total und bei der Abstimmung fürs Wahl-O-Meter gab’s nämlich keine Möglichkeit, für eine andere Partei als die sechs vorgegebenen abzustimmen.

Nach kurzer Verwirrung erhielt ich folgende Antwort (frei aus meiner Erinnerung):

Das kann ich Ihnen gar nicht sagen. Das weiß ich nicht. Am besten reden Sie mit Herrn Ostermeier von ProSieben. Wir haben schon sehr viele Zuschriften von der Piratenpartei.

Also habe ich Herrn Ostermeier, den Pressesprecher von ProSieben, angerufen (089 9507-1142), ihm den Background erklärt und zunächst die gleiche simple Frage gestellt. Die Antwort hat mich schon erstaunt:

Das können Sie nicht. Wir möchten, dass die Zuschauer nur für die sechs eingeladenen Parteien abstimmen.

Daraufhin zitierte ich ihm die Ausschreibung des Programms:

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Und fragte ihn, wie er denn die Stimmung der jungen Menschen ergründen möchte, wenn diese keine Möglichkeit haben für eine andere Partei zu stimmen, als für die sechs eingeladenen?

Wir haben diese sechs Parteien eingeladen und wollen nur die Stimmung unter diesen Parteien erfassen.

Also möchten Sie nicht die politische Stimmung der jungen Menschen, sondern lediglich das Kräfteverhältnis zwischen den sechs Parteien ergründen?

Ja. Wir müssen irgendwo einen Schnitt machen.

Die Piratenpartei ist sehr populär unter den jungen Menschen. In der Jugendwahl vor einigen Tagen erhielt  sie knapp 9%. In der Zielgruppe der Sendung ist sie wahrscheinlich zweistellig. Wie wollen Sie die jungen Menschen zum Wählen motivieren, wenn diese in Ihrer Sendung für keine Partei außer den sechs abstimmen können? Das würde doch Ihrer Sendung zugute kommen, wenn Sie die Piratenpartei einladen würden.

Das sagen Sie. Die Piratenpartei ist gar nicht so populär.

Wir haben über 8.000 Unterstützer für das Anliegen. Richten Sie doch die Möglichkeit für “Sonstige” zu stimmen, wenn Sie von der Piratenpartei wenig halten.

Wir haben 20 Mio Zuschauer. Wie gesagt wir müssen irgendwo einen Schnitt machen, es macht keinen Sinn für “Sonstige” zu stimmen.

Es ist mir keine größere Zuschauer-Aktion bekannt, die versuchen ihr Anliegen beim Sender wirksam zu machen. Dem musste er zustimmen, blieb aber bei seiner Auffassung.

Ich habe erkannt, dass Herr Ostermeier in Ausreden flüchtet, ohne die Chancen für ProSieben zu erkennen, deswegen habe ich direkt gefragt, ob er mich mit Stefan Raab in Kontakt bringen könnte in der Hoffnung, Stefan würde mehr Weitsicht beweisen. Das wurde mir verwehrt, er hat mir aber angeboten, das Anliegen dem Management von Stefan Raab zu schildern. Eine Email an allendorf-riehl.de (im Prinzip der Zweite Offener Brief an Raab) ist raus. Mal schauen wie es wird.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der folge mir auf Twitter.

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Ein neues Piraten-Video mit Schwergewicht

Gerade auf YouTube das Video von MrOpua entdeckt (danke für den Tipp). Ohne große Effekte, einfach gemacht, aber sehr gut recherchiert und vor allem das Message wiegt schwer:

Hier wird beschrieben, warum ich die Piraten wählen werde. Ebenfalls wird auf eindrucksvolle Weise geschildert, warum jeder sich gegen den Überwachungsstaat auflehnen sollte, und sein politisches Widerstandsrecht aus Art. 20 IV GG ausüben sollte. Dies ist so0mit eine Entscheidung gegen die etablierten Parteien der CDU CSU GRünen Spd und auch der Linken.

Prädikat: Sehr sehenswert. Was denkt ihr?

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SPD für Internetsperren aus strategischen Gründen

In der Wähler-Frage-Runde an den Heidelberger Schulen gab der SPD-Kandidat und Bundestagsabgeordnete Lother Binding auf die Frage eines Schülers zum Gesetz zu den Internetsperren gegen kinderpornografische Seiten eine überraschende Antwort:

“Die Sperren sind unwirksam.” Trotzdem hat er dafür gestimmt. “Es gab ein psychologisches Problem. Hätten wir nichts gemacht, hätten viele Leute denken können, dass wir Kinderpornografie unterstützen.”

Also: Genau das, was man befürchtet hat: reine Symbolpolitik.

Klarmachen zum Ändern!

Update: Info aus 1. Hand: Bitte den Kommentar von stein lesen.

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