Archiv der Kategorie: Demokratie

Wahlmanipulation bei TV Total? #EnterDenRaab

Am Donnerstag, den 24.9.2009 besuchte eine Gruppe von 3 Piratenpartei-Sympathisanten als Studio-Zuschauer die Aufzeichnung der Sendung TV Total. Sie wussten bereits von dem skandalösen TV Total Wahlzettel, denn sie haben die Sendung bereits am Dienstag besucht:

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Dieser Wahlzettel wird vor jeder TV Total Sendung an die Zuschauer verteilt, für die tägliche Wahl-O-Meter Abstimmung. Es fehlt eine Möglichkeit für eine andere Partei zu stimmen, als die vorgegebenen CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Grüne, Die Linke. Für sonstige zur Bundestagswahl stehende Parteien (immerhin 23) kann mit diesem Wahlzettel keine Stimme abgegeben werden. Da ist es auch kein Wunder, dass das TV Total Wahl-O-Meter immer 100% für die 6 obigen Parteien zeigt.

Doch diesmal waren die Drei gut vorbereitet. Sie haben ca. 100 demokratischere, um zwei Zeilen erweiterte Wahlzettel angefertigt, die Sie an Zuschauer vor dem Studio verteilt haben:

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Alle “demokratischen” Wahlzettel wurden von Zuschauern gern angenommen. Die Drei haben mit ihnen geredet und einige von ihnen wollten auch die Stimme im Studio mit diesem Zettel für die Piratenpartei abgeben. Die Drei haben mit zwei Mitgliedern der Piratenpartei, die sie vor der Sendung getroffen haben, natürlich für die Piratenpartei gestimmt. Das sind fünf sichere Stimmen für die Piratenpartei, unter den 150-250 Zuschauern immerhin 2-3% der Stimmen, die Stimmen der Zuschauer für die Piratenpartei oder für “Sonstige” nicht miteingerechnet.

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Zwischendurch hat Raab mit Limburg geplaudert, von TV Total Bundestagswahl 2009 geschwärmt, sie als die größte und genaueste Wahlumfrage in dieser Wahlperiode bezeichnet.

Doch wie erstaunt waren die Drei, als in dem Wahl-O-Meter am Ende der Sendung weder ein Balken für die Piratenpartei noch ein Balken für Sonstige auftauchte. Mehr noch: Das Wahl-O-Meter zeigte folgende Stimmenanteile: CDU/CSU 33,9%, SPD 23,9%, FDP 14,4%, Grüne 15,6%, Die Linke 12,2%. D.h. die Summe der Prozentanteile für die Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne und Die Linke ergab 100%.

Es wurden auch keine Stimmen für Piratenpartei oder Sonstige weder von Stefan Raab noch von dem eingeladenen Peter Limburg während der Ergebnisverkündung erwähnt. Ich zitiere: “Kein Sterbenswörtchen”.

Ich frage: Wie ist das möglich? Wie ist das zu erklären? Wo sind unsere Stimmen geblieben? Stimmen von legitimen Zuschauern für eine legitime am 27.9.2009 zur Wahl stehende Partei. Wer und wieso hat sie unter den Tisch fallen lassen?

Da klingen die Abschiedsworte von Herrn Limburg wie ein blanker Hohn:

Und wir wollen natürlich, dass möglichst viele Leute wählen gehen. Deswegen machen wir den ganzen Spaß ja auch.

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Vorbereitungen der GENIALEN Aktion. Meine Gratulation Jungs!

Hier geht es weiter: ProSieben ein Fall für OSZE? und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update2: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Pressekonferenz: TV Total Bundestagswahl ohne Piraten

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Bei der heutigen Pressekonferenz erklärt Peter Limbourg auf Nachfrage eines Journalisten, wieso die Piratenpartei nicht eingeladen wurde:

Wir haben klar gesagt: Wir wollen die Parteien einladen, die im Bundestag vertreten sind. Wir können nicht nach Schätzungen gehen, wer vielleicht eine Chance hat und wer nicht. Dann müssten wir auch alle anderen die noch kandidieren, z.B. die Bibeltreuen Christen oder die Violetten, einladen. (Quelle: DWDL.de)

Es ist insofern bizarr, dass die Sendung sich an Zuscher U30 richtet und die Schwerpunkte der Diskussionsrunde sich um die Themen Bildung und Internet drehen sollen.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Eine Stimmabgabe für eine andere Partei als CDU/CSU, SPD, FDP, die Gründen oder die Linke ist nicht vorgesehen. Auch eine Stimme für “Sonstige” ist nicht möglich. Ginge es nach dem Willen von ProSieben dürfte der Wähler keinen neuen Bundestag wählen, sondern lediglich den alten Bundestag bestätigen. Tiefe Einsichten in das Demokratieverständnis von ProSieben bietet mein Gespräch mit Michael Ostermann, dem Presseprecher von ProSieben, sowie der durchgeleakte TV Total Wahlzettel, der an die Studio-Zuschauer vor jeder Sendung ausgeteilt wird:

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Wieso eine Stimmabgabe für “Sonstige” ausgeschlossen wird, bleibt weiterhin ungeklärt.

Update: Besorgte Journalisten hat Raab mit folgenden Worten beruhigen wollen:

Wir haben einen Koeffizienten errechnet mit dem wir unser Ergebnis, das natürlich demoskopisch nicht die Breite der Gesellschaft widerspiegelt, auf das potentielle Bundestagswahlergebnis umrechnen können.  (Quelle: DWDL.de)

Heißt das: Wenn die Abstimmung nicht dem gewollten Soll-Ergebnis entspricht, werden die Anteile der Parteien so angepasst, dass das rauskommt, was rauskommen soll?

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

Hier geht’s weiter mit: ProSieben ein Fall für OSZE? und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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SPD leidet unter Braindrain – Nächster Überläufer zu den Piraten

Wie Steffen Uebele, Metzinger Stadtrat, in seinem gestern veröffentlichten “Offener Brief an die SPD und alle, die es hören wollen” feststellte, haben Bundestagspolitiker und auch die Abgeordneten seiner Partei massiv gegen Prinzipien des Grundgesetzes verstoßen:

Die Politik diskutiert viele Themen nur noch unter einem vorgeschobenen Deckmantel, der die moralische Richtigkeit des Vorgehens zweifelsfrei belegt, auch wenn das Ergebnis auf etwas anders abzielt. Und dabei verstoßen die Politiker massiv gegen die Grundgesetze, und haben dabei manche Grundrechte faktisch abgeschafft.

In den letzten Jahren beobachte ich einen Wandel in der Politik. Die Entstehung des Grundgesetzes beruhte auf mehreren Prinzipien, die die Idee des mündigen Bürgers, der Selbstregierung des Volkes durch das Volk sowie den Schutz des einzelnen Menschen vor dem Staat beinhalteten. Damals ging man davon aus, dass die Mehrheit der Bürger durchaus selbst wissen kann, was gut für sie ist, und nicht jede Straftat begeht, nur weil sie eine Möglichkeit hat. Daraus folgte, dass eine demokratisch gewählte Regierung die beste Staatsform ist, die die Interessen der Bürger vertritt und von ihr durch Wahlen kontrolliert werden kann. Der Staat sollte sich aus den privaten Belangen der Menschen heraushalten, sich auf die Regierung beschränken und dem Bürger gegenüber Rechenschaft tragen müssen.

Heute stellt sich die Situation anders dar: Es scheint die Meinung der Regierung zu sein, der Bürger müsse erzogen, kontrolliert, überwacht und zu seinem eigenen Besten durch Verbote von schädlichen Einflüssen ferngehalten werden. So wenig Vertrauen wird den Menschen noch entgegengebracht.

Er findet zu dieser Politik derzeit nur eine Alternative – die Piratenpartei:

Und leider gibt es nur eine Partei, die diese Themen ernsthaft bearbeitet: Diese hört auf den etwas ironischen Namen „Piraten-Partei“. Folglich werde ich diese Partei unterstützen, wählen, und auch in sie eintreten. Und ich würde mich freuen, wenn auch Sie sich diesen Schritt überlegen würden. Informieren Sie sich, und glauben Sie mir, es handelt sich nicht um eine Spaßpartei, sondern um eine ernsthafte Bewegung, die sich für Ihre Freiheit einsetzt. Und ich hoffe, dass auch Sie der Meinung sind, die Politik hat es derzeit nicht verdient, in Ruhe gelassen zu werden. Ein Erfolg der „Piraten“ wäre sicherlich ein Denkzettel für die anderen Parteien.

Als Emfehlung für die Zweitstimme gibt er die Piratenpartei an.

Damit ist Steffen Uebele der nächste Überläufer von der SPD zur Piratenpartei, für den das Thema der Bürgerrechte den Ausschlag gegeben hat.

Er wird wohl das SPD-Parteibuch behalten, denn:

Ich werde nicht aus der Partei austreten, da ich mich immer noch als Sozialdemokraten betrachte.

Willkommen in den Reihen der Piraten!

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Neuer Song gegen den Überwachungsstaat

by Credo:

Ein Lied, das zum Nachdenken bewegen soll über die momentane Situation in unserem ach so perfekten Staat, der uns jegliche Freiheit zu nehmen versucht. Wer seine Freiheit für Sicherheit aufgibt – verliert am Ende beides!

Und hier zum Downloaden als MP3.

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Demokratiesystem Deutschland – Ein Gespräch mit Herbert Rusche

Alexander Double im Gespräch mit Herbert Rusche, dem Grünen-Mitbegründer und Neu-Pirat.

Alexander Double: Wie vergleichen Sie die politische und gesellschaftliche Situation und Einbettung zwischen der Piratenpartei 2009 und den Grünen in den Siebzigern? Welche Parallelen gibt es?

Herbert Rusche: Ein Vergleich mit den Grünen ist nicht in allem sinnvoll und möglich. Eine Parallele besteht vor allem darin, dass ein wichtiges politisches Thema von den etablierten politischen Parteien (zu denen auch die Grünen mittlerweile schon lange gehören) vernachlässigt wurde. Es bildet sich daher außerhalb der bestehenden Parteien eine politische Kraft, der dieses Thema ein besonderes Anliegen ist.

Alexander Double: Wo sehen Sie die größten Demokratiedefizite des deutschen politischen Systems?

Herbert Rusche: Es gibt zu wenig “direkte” Demokratie.
Betroffenheit und daraus resultierende Sachkompetenz muss erst den Filter von Parteien und deren Ideologien durchlaufen bevor sie demokratisch wirksam werden kann. Bei den Grünen war der politische Wille ursprünglich einmal, den Menschen mit politischen Anliegen einen Zugang zu den Parlamenten zu ermöglichen. Mittlerweile züchten auch sie Berufspolitiker heran, wie alle anderen etablierten Parteien auch.
Mit den Piraten käme Jugend und Kompetenz direkt an ein politisches Mandat.

Alexander Double: Aus der Sicht einer jungen, aufstrebenden Partei ist die Benachteiligung durch die Massenmedien auffallend. Wahlergebnisse der Parteien im Bereich 1-2% werden nicht einmal genannt, die Kleinparteien werden totgeschwiegen, aus dem Bewusstsein des Wählers regelrecht ausgeblendet. Bei Öffentlich-Rechtlichen ist es besonders in der Vorwahlzeit inakzeptabel, denn diese erhalten vom Volk durch die GEZ-Gebühren einen Aufklärungsauftrag, der vor allem wenn es um die Wahl geht zu Geltung kommen sollte um dem Wähler vollumfänglich über alle ihm zu Wahl stehenden Optionen aufzuklären.
Wie sehen Sie diese Problematik in einer flexiblen Demokratie?

Herbert Rusche: Das ist heute nicht viel anders als vor 30 Jahren als die Grünen um eine parlamentarische Präsenz kämpften. Der Unterschied ist, dass die Grünen mittlerweile längst auf der anderen Seite angekommen sind und auch kein Interesse an potentieller Konkurrenz haben. Die Kritik der Grünen an der mangelnden medialen Präsenz “kleiner” Parteien war nur so lange zu hören, bis sie einigermaßen sicher und dauerhaft über der 5% Hürde waren.

Alexander Double: Das deutsche Wahlsystem ist voller Demokratiedefizite und bevorzugt Parteien, die bereits im Bundestag sitzen. Für eine neue Partei braucht es eines Wunders wie die Wiedervereinigung (Die Linke) oder mehrerer Umweltkatastrophen (die Grünen) um in den Bundestag zu kommen. Das System ist deshalb konservierend, starr und reagiert auf gesellschaftliche Veränderungen wenn überhaupt mit deutlicher Verzögerung.
Wie sehen Sie da die Aufgabe der Piraten?

Herbert Rusche: Piraten sind da sicher eine politische Kraft, die neue Ansätze ausarbeiten wird für mehr sinnvolle direkte Demokratie.

Alexander Double: Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung der Piratenpartei ein? Wird es den Piraten gelingen, den Bundestag zu entern? In welcher Zeitperspektive ist es denkbar?

Herbert Rusche: Ich sehe die Chancen als gut an und würde es mir und der Demokratie in Deutschland wünschen, dass die Piraten so schnell wie möglich politischen Einfluss nehmen können.

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Interview: Demokratiesystem Deutschland – Ein Gespräch mit Herbert Rusche http://bit.ly/4fIKIF #Piratenpartei #Grüne #DieGrünen #btw09

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Ist die StudiVZ-Sonntagsfrage vom 14.9. manipuliert?

Das offizielle Ergebnis (Quelle: Pressemeldung)

Noch kurz vor Mitternacht stand die Piratenpartei bei 38%. Am nächsten Tag kommt die Pressemeldung mit dem Ergebnis 18%. Wie ist das möglich? Hat CDU binnen einiger Minuten am Samstag vor Mitternacht soviel Stimmen bekommen, wie alle anderen Parteien in der ganzen Woche? StudiVZ erklärt nämlich, dass das Live-Ergebnis die Stimmen seit letzten Sonntag 24Uhr darstellt, d.h. das Zwischenergebnis der laufenden Woche ist.

Auffallend waren die Zwischenstände, die in letzter Woche zwischenzeitig so aussahen:

http://twitpic.com/h7ovh

http://twitpic.com/h7ows
http://twitpic.com/h6k02

Erster Erklärungsversuch geht an den Tatsachen vorbei:

Hallo Leute,

der Grund für das “schwächere” Abschneiden der Piratenpartei ist schlicht folgender: Weil das Interesse jetzt kurz vor der Bundestagswahl zunimmt, haben wir die Sonntags-Umfrage am vergangenen Freitag nicht nur auf unserer “Wahlzentrale” ( http://www.meinvz.net/wahlzentrale ) angezeigt, sondern auch für kurze Zeit auf unserer Startseite (www.meinvz.net). Damit wurde die Umfrage unmittelbar für alle rund zehn Millionen studiVZ- und meinVZ-Mitglieder sichtbar. Dies hatte zur Folge, dass viel mehr User abstimmten als bisher. So ist es eben auch zu erklären, dass wir bei dieser Wochen-Umfrage 340.000 Teilnehmer hatten, also rund zehn Mal so viele wie sonst. Der zweite Effekt war, dass nicht überproportional die politisch sehr interessierten und internetaffinen Piratenpartei-Anhänger abstimmten, sondern eben eine viel größere, möglicherweise repräsentativere Gruppe.

Somit hat sich das Ergebnis in Richtung der offiziellen Ergebnisse der Wahlforschungsinstitute angepasst.

Übrigens: Der Grund, warum aktuell wieder die Piratenpartei eindeutig führt, ist damit zu erklären, dass die Umfrage zur Zeit wieder ausschließlich auf der Wahlzentrale angezeigt wird und die wöchentliche Umfrage immer in der Nacht von Sonntag auf Montag (0:00 Uhr) neu anfängt zu zählen. Die Effekte von Freitag sind also aktuell nicht mehr im Ergebnis.

Gruß
Johannes Eber
Projektleitung “Wahlen ‘09″

Ist das ein technischer Fehler oder eine mutwillige Manipulation? Steht ein Hacker oder eine politische Kraft dahinter?

In den Kommentaren zur Pressemeldung brodelt es.

Folgende Fragen an die Projektleitung “Wahlen 09″ blieben bisher unbeantwortet:

1. Für welchem Zeitraum (auf Minute genau) gelten die Ergebnisse der 5. Woche?
2. Gab es etwa 2 getrennte Sonntagsfragen oder eine, die von zwei Seiten zugänglich war?
3. Wie erklären sich die oben aufgeführten “komischen” Zwischenergebnisse mit Balken für eine Partei 100% und für die restlichen 0%?
4. Was ist genau heute Nacht während des Ausfalls passiert?
5. Wie erklärt sich der Umstand, dass noch kurz vor Mitternacht am Sonntag die Piratenpartei bei 38% stand und in der Pressemeldung, die die Stimmen zwischen Sonntag Mitternacht und Sonntag Mitternacht auswertet, nur 18% hatte.
6. Wurde die Umfrage auf technische Manipulationen untersucht? Etwa Häufung gleicher IP-Adresse… Auf welche?

Update:

Von Creek_ kommt der erste handfeste Beweis. Ein Tweet vom Sonntag 19.03:

@rademakerc In der Woche konnten viele im StudiVZ aus tech. Gründen nicht abstimmen. Diese Woche #Piraten+ >35% Verfolger (#CDU-) <15%

Auch die gleichmäßige Verteilung der Stimmen pro Tag spricht gegen die Theorie, dass die Umfrage am Freitag zusätzlich viele Stimmen aus der Startseite bekommen hat:

Mo. 79,104
Di. 60,070
Mi. 52,581
Do. 44,221
Fr. 32,984
Sa. 32,445
So. 42,198

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TV-Duell – Ein politischer Skandal?

Interessant ist es die Reaktionen auf das gestrige TV-Duell zwischen der amtierenden Kanzlerin Angela Merkel und dem “Kanzlerkandidaten” Franz Walter Steinmeier zu lesen.

Da ist die Rede von einer mauen Diskussion, von Zurückhaltung, vom stagnierenden Wahlkampf.

Doch für mich stellt sich vor allem die Frage: Wieso wurde ein Duell zwischen Merkel und Steinmeier überhaupt veranstaltet? Was hat das zu bedeuten? Der Wähler kann schliesslich in Deutschland keinen Kanzler wählen, Kanzlerwahl wird ja grade von CDU und SPD abgelehnt.

Der Grund liegt auf der Hand: Machtsicherung in Deutschland. In Zeiten, wo die sogenannten “Volksparteien” massiv an Unterstützung verlieren und die “kleinen Parteien” ihnen dicht auf den Fersen folgen, oder sogar teilweise überholen (siehe Landtagswahlen am 30.8.2009), muss die Macht mit jedem zur Verfügung stehenden Mittel gesichert werden. Und was ist wirkungsvoller als Massenmedien? Wenn man selber massiv an Stimmen verliert und weder Rot-Grüne noch Schwarz-Gelbe möglich wird, so sollte zumindest die Mehrfähigkeit der Großen-Koalition gesichert werden.

Deswegen ist der Duell veranstaltet worden, und deswegen ist er so einvernehmlich und ohne Kontroversen verlaufen, man wollte sich gegenseitig keine Stimmen abjagen, man wollte zusammen Wähler dazugewinnen indem man “die Kleinen” ausschliesst.

Deswegen war es nicht möglich, den zuschauern, folgende Frage zu stellen:

Wen möchten Sie als Kanzler?
a) Frau Merkel
b) Herr Steinmeier
c) Keinen der beiden.

Sollte in einem demokratischen Rechtstaat nicht jede Partei von den Öffentlich-Rechtlichen gleich behandelt werden? Das sollte zumindest im Vorfeld der Wahlen doch möglich sein, oder? Nun erleben die kleineren Fraktionsparteien am eigenen Leibe, was es heißt, von der “medialen Bühne” ausgeschlossen zu werden. Und hier bin ich ausnahmsweise mit Guido Westerwelle einer Meinung:

„Es ist verheerend. Beide verteidigen die gesamte Regierungszeit, das ganze Schuldenmachen. Und sie werden nicht gestellt. Das ist für die Demokratie sehr unerfreulich.“

“Nur mit Opposition ist TV-Duell wirkliche Demokratie”

Das ist ein politischer Skandal.

Hat Stefan Raab genug Mut? – #AktionOBAR #EnterDenRaab

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Wie Ihr bestimmt wisst, veranstaltet Pro7 auch dieses Jahr am Vorabend der Wahl die TV Total Bundestagswahl 2009.

Es wurden “Spitzenpolitiker aller Bundestagsparteien” eingeladen, außer der Piratenpartei.

Daraufhin habe ich die Aktion: “Offener Brief an Raab” #AktionOBAR iniziert,
wo ich Stefan die Einladung der Piratenpartei in diese Sendung schmackhaft mache.
Wir haben schon über 2000 Unterstützer. Bitte unterstützt auch die Aktion.

In den Kommentaren zur Aktion und per Twitter kamen Vermutungen auf, dass Stefan die Piraten vielleicht einladen möchte, er aber dies gegen den Widerstand und Interessen der Bosse von Pro Sieben machen müsste. Es kamen Zweifel auf, ob er genügend Eier dazu hat?

Was glaubt ihr? Hat er oder hat er nicht? Eure Kommentare sind willkommen.

Update: Marc hat die Idee aufgeworfen, dass Raab nicht vor den Bossen von Pro7 sondern vor der Piratenpartei Angst haben könnte. Die Frage bleibt die gleiche, unabhängig davon wovor er Angst hat oder nicht.

Bitte abstimmen und dann weitertwittern:

Bitte weitertwittern (hier klicken):

Frage: “Hat Stefan Raab genug Mut, Piraten zu TV Total einzuladen?” Habe grade abgestimmt. Macht mit! ➔ http://wp.me/pBJT0-3m #EnterDenRaab

Die Umfrage auf eigener Website einbauen (bitte dann um Link):
<script type=”text/javascript” language=”javascript” src=”http://s3.polldaddy.com/p/1966039″></script>

Oder informiert eure Freunde über die Umfrage auf anderen Wegen:

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Argumente der Piraten-Verweigerer – #AktionOBAR #EnterDenRaab

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Es geht natürlich um die Argumente zum Thema:
Soll die Piratenpartei in die Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 aufgenommen werden?

Siehe dazu die Aktion: Offener Brief an Raab und Zweiter Offener Brief an Raab.

Ich habe mir die Tweets von @ProSieben und die Posts der CDU-Wähler in den Foren unter diesem Winkel angeschaut.

Das einzige Argument, das die Piraten-Verweigerer immer wieder einführen ist:

“Nur die Bundestagsparteien dürfen teilnehmen und die Piratenpartei ist keine solche”.

Das wird auf verschiedene Art und Weisen aufgefasst. Auf der Seite des TV Total Bundestagswahl 2009 Sepcials heißt es:

Stefan und N24-Chefredakteur Peter Limbourg laden die Spitzenkandidaten der sechs Parteien des aktuellen Bundestags zur “TV total Bundestagswahl – Wir wählen schon heute” auf ProSieben.

Nach Protesten und Hinweisen, dass die Piratenpartei auch im Bundestag vertreten ist, möchte nun Pro7, bzw. deren twitternde Mitarbeiter nun eine andere Regelung einführen, welche die Piratenpartei ausschliessen sollte. Per Twitter kam am Samstag:

ProSieben: Zur TV total Bundestagswahl laden wir nur Parteien ein, die in den letzten Bundestag gewählt worden sind. @kartoffelsupp

Und am Sonntag:

ProSieben: Liebe Piraten, es werden nur Parteien zur ‘TV total-Bundestagswahl’ eingeladen, die in den Bundestag gewählt wurden. Sorry.

Ich möchte hier gar nicht darauf eingehen, ob die Piratenpartei nun offiziell im Bundestag sitzt oder nicht, sondern die Sinnhaftigkeit der Regel an sich analysieren.

Ich verstehe schon, dass man durch solche Regelung Extremisten und Radikalen keine Bühne bieten möchte, aber durch die Einschränkung auf Nur-Bundestagsparteien wird der Sinn einer Wahl völlig entstellt.

Was ist das für ein Demokratieverständnis? Soll der Wähler nun am 27. September einen NEUEN Bundestag wählen, oder den ALTEN Bundestag bestätigen? Welchen Sinn macht eine Wahl, wenn man nur die Parteien vorgelegt bekommt, die sowieso schon an der Macht (im Bundestag) sind und nur über die Gewichtung entscheiden darf. Ist das überhaupt noch Demokratie? Haben die Bundestagsparteien die Macht in Deutschland gepachtet? Ergebnisse der letzten Wahl dürfen in einem demokratischen Staat keinen Einfluss auf die Wahlberichterstattung, auf die öffentliche Präsenz der zur Wahl stehenden Parteien für die Wahl am 27.9. haben.

Ein CDU Wähler kann ja sich für CDU entscheiden, aber ein öffentlicher Sender, der von sich behauptet eine NEUTRALE Wahlberichterstattung zu machen, muss sich entsprechend verhalten und keine Parteien bevorzugen.

Mein Vorschlag an Pro7, und noch mehr an die öffentlich-rechtlichen, wäre folgendes vorgehen:

1. Alle Parteien, die für die Wahl am 27.9 zugelassen sind, bekommen im Vorfeld der großen Wahlsendungen GLEICHE Gelegenheit, ihre Programme, Visionen und Kandidaten zu präsentieren. Man kann auch Frage/Antwort Runden veranstalten. Dadurch wird sichergestellt, dass der Bürger überhaupt eine Möglichkeit bekommt, die Parteien Wahrzunehmen und sich mit ihrem Programm auseinanderzusetzen.

2. Danach findet eine Abstimmung unter Zuschauern statt, oder bei den öffentlich-rechtlichen eine repräsentative Umfrage (und zwar so, dass alle diese Parteien namentlich als Option genannt werden), welche Parteien bei den Wahlsendungen erscheinen sollen.

3. In der Wahlsendungen in den letzten Wochen/Tagen erscheinen dann die Top5-8 Parteien aus dem  Schritt 2. Je nachdem wieviel Plätze vorgesehen sind.

Und bevor ich hier was von subjektiv “unwählbaren” Exoten, Extremisten oder Radikalen höre:

Wir haben in Deutschland ein Wahlzulassungsverfahren. Jede Partei, die zur Wahl vom Wahlauschuss zugelassen wurde erfüllt ALLE Kriterien um auf dem Wahlzettel zu erscheinen und somit ist prinzipiell wählbar und hat das Recht ihr Programm zu präsentieren und um die Gunst der Wähler zu werben.

Update:
Aber der Anspruch Pro7 geht noch weiter. In der Ausschreibung des Specials heißt es:

Am Ende steht der nicht ganz repräsentative “TV total Bundestag” als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.

Ein Blick in die Kommentare zu Special oder ins Forum zeigt, dass dieses Ziel ohne Piratenpartei gar nicht erreicht werden kann.

Update2: Der inzwischen geleakte TV Total Wahlzettel bietet tiefe Einblicke in das Demokratieverständnis von ProSieben.

Unterstützt uns bitte aktiv in unseren Bemühungen um Teilnahme der Piraten in der Sendung::

Und so könnt ihr ganz konkret mitmachen:

Ihr könnt den Offenen Brief an Raab oder den Zweiten Offenen Brief an Raab oder auch Ausschnitte daraus beliebig für eure Zwecke verwenden, umschreiben, daraus zitieren.

Bedient euch! Spread the word! Lasst uns die TV Total Bundestagswahl 2009 auf dem Weg in den Bundestag entern.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der folge mir bei Twitter.

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Neue Theorie der “Politikverdrossenheit”

Es wird immer vor den Wahlen viel über die vielbeschworene Politikverdrossenheit geredet, von den bei jeder Wahl sinkenden Wahlbeteiligung. Die Ursachen werden meist an der Volksentfremdung der Politiker oder der Qualität der Politik gesehen oder vielleicht auch daran, dass der Bürger nicht mehr glaubt, mit seiner Stimme irgendwas an der Politik ändern zu können.

Doch die Ursache kann bei näheren Hinsehen trivial sein.

Die meisten Bürgern ist es nicht klar, dass für jede Wahl sich um die 60 Parteien bewerben. Wie kommt es also, dass auf den Wahlzetteln nur 20 Parteien zur Verfügung stehen? Antwort: Es gibt in Deutschland ein Wahlzulassungsauschuss, der darüber befindet ob eine Partei sich so nennen darf und zur Wahl antreten darf. Da wird die sog. Parteieigenschaft festgestellt oder auch nicht. Dazu gehören solche Kriterien wie “Ernsthaftigkeit”, der “Wille am politischen Geschehen teilzunehmen” usw. Das Parteieigenschaftfeststellungsverfahren hat große Demokratie-Defizite und birgt ein enormes Misbrauchspotenzial. Lesen Sie hier mehr Details dazu.

Aber das ist hier nicht das Thema. Fakt ist, dass in solch einem Verfahren im Jahre 2009 28 Parteien von der Wahl ausgeschlossen wurden, 2005 waren es sogar 29 Parteien

Nun könnte man behaupten, diese Parteien wären sowieso klein und nicht relevant. Da muss ich entgegenhalten: Ob eine Partei relevant ist oder nicht muss der Wähler entscheiden. Schliesslich stellt das Grundgesetz klar: “Alle Gewalt geht vom Volke aus”. Eine Kommission, wie immer die auch ausgestaltet sein mag, darf also im voraus die Wahl des Souveräns nicht einschränken. Aber auch dies ist hier nicht das Thema.

Typische Beispiele ausgeschlossener Parteien sind dieses Jahr die Freie Union, die Grauen und die Partei. Nun kann man von diesen Parteien halten was man will, aber eins ist klar: sie haben Mitglieder, Sympathisanten und Unterstützer. Die Freie Union hat um die 1000 Mitglieder, die Partei sogar ca. 6500!

Die letzte EU-Wahl hat gezeigt, dass für die Nicht-Bundestag-Parteien, die gewöhnlich unter Sonstige subsumiert werden, ca. 2,4 Mio Stimmen abgegeben wurden (Freie Wähler, die keine Parteistruktur und somit auch keine Mitglieder haben nicht mitgerechnet) und das bei insgesamt ca. 48 Tausend Mitgliedern bei alen diesen Parteien. Das macht einen Multiplikator von ca. 50 Stimmen für ein Mitglied jeder dieser  25 “kleinen” Parteien, die im Schnitt (gerundet) ca. 2.000 Mitglieder haben.

Nun schauen wir uns das mal an: Es wurden für die Bundestagswahl 28 Parteien ausgeschlossen, mal im Schnitt 2.000 Mitglieder mal Multiplikator 50 macht 28 x 2000 x 50= 2,8 Mio.
Also: Bei der Bundestagswahl 2009 wurden schon im Vorlauf der Wahlen 2,8 Mio Wähler an Ihrer Wahl behindert!

Was machen diese Wähler? Sicher wählen vielleicht manche das kleinste Übel aus den ihnen verbliebenen Alternativen, einige werden aus Protest ungültig wählen, aber die meisten werden einfach nicht zu Wahl gehen, nicht zu dieser, und vieleicht auch nie wieder! Und das fiese dran ist, dass diese Stimmen in KEINER Statistik auftauchen. Die laufen dann zusammen in der Spalte Nichtwähler und werden dann in verschiedenen Interviews, Stellungnahmen und Presseberichten mit dem Satz abgetan: “selber schuld wenn die nicht wählen wollen” oder “wer nicht wählt darf sich über Politik nicht beschweren”. Kann man den Leuten dann übel nehmen, dass Sie an der Sinnhaftigkeit des Wählens verzweifeln, wenn sie vom System so ausgetrickst werden? Das traurigste daran ist, dass das grade die politisch engagierten Leute sind, die sich auch über die Programme der kleinen Parteien informieren und dort vielleicht idealistisch mitmachen und die auf diese Art und Weise aus der Politik ausgeschlossen und Ihres Wahlrechts beraubt werden.

Aber lassen wir uns die langfristigen Auswirkungen dieses Prozesses vor Augen führen.
Wir nehmen vereinfachend an, dass 2/3 der “verhinderten” Wähler entweder eine andere Partei wählt oder ungültig aus Protest wählt oder nicht wählt aber dann vielleicht bei der nächsten Wahl wieder wählt, die anderen 1/3  wählt nie wieder, weil Sie entweder Mitglied einer Partei ist, die nicht anerkannt wurde oder vielleicht schon zum n-ten mal bei der Wahlzulassung enttäuscht wurde. Die Demokratie verliert also bei jeder Wahl ca. 1 Mio Wähler, die Wahlbeteiligung sinkt. Wenn wir uns zusammenrechnen, dass in den 20 Jahren seit der Vereinigung 6 mal das Wahlzulassungsverfahren durchgeführt wurde, dann sind alleine dadurch 6 Mio Wähler verloren gegangen. Bei ca. 62 Mio Wahlberechtigten macht es fast 10% aus!

Also meine Prognose für dieses Jahr: Wahlbeteiliung ca. 75%.

Fazit: Alleine durch das Wahlzulassungsverfahren sinkt die Wahlbeteiligung von Wahl zu Wahl beträchtlich und ist mit einer der wichtigsten Gründe für dieses Prozess, das als “Politikverdrossenheit” abgetan wird.

Langfristig schotten sich die Bundestagsparteien von den kleinen Parteien durch das System der “doppelten Sicherheit” ab. Im ersten Schritt muss eine neue Partei durch das Parteianerkennungsverfahren und den von den Bundestagspareien eingesetzten Wahlausschuss durch. Ist sie zu klein, fällt sie gleich durch. Ist sie größer, kann Sie als politische Bedrohung empfunden werden und mit einfacher Mehrheit aus der Wahl ausgeschlossen werden. Nimmt Sie diese Hürde, so muss sie noch die 5% Hürde knacken, damit sie in den Bundestag einzieht. Schafft eine Partei 2-3 mal nicht, beide Hürden zu überspringen, so verliert sie Mitglieder und Wähler, die an der Demokratie und dem Wahlsystem verzweifeln, zu Nicht-Wählern werden und aus jeglichen Statistiken verschwinden.

Es braucht schon eines Wunders wie die Wiedervereinigung (PDS/die Linke) oder mehrerer Umwelt-Katastrophen (Grüne), damit in Deutschland eine neue Partei die Chance hat in den Bundestag einzuziehen.

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