Archiv der Kategorie: Aktion

Pressekonferenz: TV Total Bundestagswahl ohne Piraten

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Bei der heutigen Pressekonferenz erklärt Peter Limbourg auf Nachfrage eines Journalisten, wieso die Piratenpartei nicht eingeladen wurde:

Wir haben klar gesagt: Wir wollen die Parteien einladen, die im Bundestag vertreten sind. Wir können nicht nach Schätzungen gehen, wer vielleicht eine Chance hat und wer nicht. Dann müssten wir auch alle anderen die noch kandidieren, z.B. die Bibeltreuen Christen oder die Violetten, einladen. (Quelle: DWDL.de)

Es ist insofern bizarr, dass die Sendung sich an Zuscher U30 richtet und die Schwerpunkte der Diskussionsrunde sich um die Themen Bildung und Internet drehen sollen.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Eine Stimmabgabe für eine andere Partei als CDU/CSU, SPD, FDP, die Gründen oder die Linke ist nicht vorgesehen. Auch eine Stimme für “Sonstige” ist nicht möglich. Ginge es nach dem Willen von ProSieben dürfte der Wähler keinen neuen Bundestag wählen, sondern lediglich den alten Bundestag bestätigen. Tiefe Einsichten in das Demokratieverständnis von ProSieben bietet mein Gespräch mit Michael Ostermann, dem Presseprecher von ProSieben, sowie der durchgeleakte TV Total Wahlzettel, der an die Studio-Zuschauer vor jeder Sendung ausgeteilt wird:

31467729

Wieso eine Stimmabgabe für “Sonstige” ausgeschlossen wird, bleibt weiterhin ungeklärt.

Update: Besorgte Journalisten hat Raab mit folgenden Worten beruhigen wollen:

Wir haben einen Koeffizienten errechnet mit dem wir unser Ergebnis, das natürlich demoskopisch nicht die Breite der Gesellschaft widerspiegelt, auf das potentielle Bundestagswahlergebnis umrechnen können.  (Quelle: DWDL.de)

Heißt das: Wenn die Abstimmung nicht dem gewollten Soll-Ergebnis entspricht, werden die Anteile der Parteien so angepasst, dass das rauskommt, was rauskommen soll?

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

Hier geht’s weiter mit: ProSieben ein Fall für OSZE? und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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EnterDenRaab3Unterstützt uns beim Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei:

Die große #EnterDenRaab Fax-Aktion

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ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

ProSieben hat in dem von DWLD durchgeführten Test der Zuschauerredaktion als schlechtester unter den untersuchten Sendern katastrophal abgeschnitten. Die Emails der Zuschauer werden nicht beantwortet, womöglich nicht wahrgenommen, ähnlich wahrscheinlich Kommentare in den Foren.

Es besteht nach wie vor keine Möglichkeit, bei der Wahlsendung “TV Total Bundestagswahl 2009″ für eine andere Partei als CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen oder die Linke abzustimmen. Das inzwischen geleakte TV Total Wahlzettel, der an Studio-Zuschauer ausgeteilt wird, zeigt sehr anschaulich das Demokratieverständnis von ProSieben. Auch mein Gespräch mit dem Pressesprecher von ProSieben gibt weitere Einsichten.

Deswegen schreiben und schicken wir alle heute ein Fax an ProSieben, Brainpool und Allendorf-Riehl (das Management von Stefan Raab). Eine Email ist schnell gelöscht, weggefiltert. “Das sind ein paar Kids die da sitzen und den ganzen Tag komische Emails an ProSieben schicken”. Fax-Nachrichten aus allen teilen Deutschland sprechen eine andere Sprache, sie zeigen wie groß das Interesse der Zuschauer für die Piratenpartei ist und werden in Büros prinzipiell gelesen. Wir schicken alle an einem Tag Faxe raus und bringen die Faxgeräte des Senders zum Glühen. Wir versorgen sie mit Hunderten von Gründen für die Piratenpartei bei der Sendung “TV Total Bundestagswahl 2009″ in einer für Internetausdrucker leicht verdaulichen Form: schon ausgedruckt.

Wir fordern

Also:

Schreibt wieso die Piratenpartei in die Abstimmung aufgenommen und in die Wahlsendung eingeladen werden soll und raus per Fax damit. Ihr braucht kein eigenes Fax-Gerät, viele Freemailer und Online-Portale bieten Fax-Dienste an.

Gute Gründe und Hintergrundinfos findet ihr hier:

Lasst eure Phantasie sprühen, aber bitte freundlich und anständig bleiben.

Hier einige Faxvorlagen der Teilnehmer: Argeleb, Dukeraul, Thomas, Hannes, Daniel

Hier die Interessanten Kontakte:

Allendorf Riehl GmbH
Kaesenstraße 17
D-50677 Köln
Fax: +49 0221/3991-299
Michael Ostermeier
ProSieben Television GmbH
Medienallee 7
85774 Unterföhring
Fax: 089/9507-9-1142
Stefan Raab
ProSieben Television GmbH
Medienallee 7
85774 Unterföhring
Fax: 089/9507–7710
Herr Buettgen
Brainpool
Schanzenstr. 22
51063 Köln
Fax: 0221/6509-3005
Katja Plüm
Brainpool
Schanzenstr. 22
51063 Köln
Fax: 0221/6509-9-3010
Stefan Raab
Brainpool
Schanzenstr. 22
51063 Köln
Fax: 0221/6509-3005

Teilt eure Texte und Kreationen mit Anderen, schreibt oder verlinkt diese in den Kommentaren.

Macht mit! Lasst uns zusammen um die mediale Präsenz der Piratenpartei kämpfen.

Alle Hintergrundinfos findet ihr auf der Homepage der Aktion #EnterDenRaab.

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#EnterDenRaab Demokratieverständnis von ProSieben

Wenn es nach ProSieben ginge, dürfte der Wähler nur eine der sechs Parteien in den Bundestag wählen: CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne, Die Linke.

Hier der durchgeleakte Wahlzettel, den die Zuschauer der Sendung TV Total zur Abstimmung für das Wahl-O-Meter bekommen:

31467729

Da braucht man sich nicht zu wundern, dass TV Total Wahl-O-Meter für diese Parteien in der Summe 100% anzeigt. Genauso (aber elektronisch) soll es nach dem Willen von ProSieben bei der Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 am 26.9.2009 aussehen, in der die Erstwähler und Nichtwähler zum Wählen motiviert werden sollen. Eine Stimmabgabe für eine andere Partei oder “Sonstige” ist nicht möglich.

Vergleiche dazu mein heutiges Gespräch mit Herrn Ostermeier.

Ich empfehle auch den Artikel Argumente der Piraten-Verweigerer.

Ich lasse es mal ohne Kommentar. Was meint ihr?

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#EnterDenRaab Gespräch mit Michael Ostermeier

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Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Nun ich habe die PR-Abteilung von Brainpool (0221-6509-3010) angerufen und nach kurzer Einführung eine einfache Frage gestellt:

Ich möchte erfahren, wie ich als Zuschauer am Samstag in der Wahlsendung für die Piratenpartei stimmen kann? Ein Freund von mir war gestern in der Sendung TV Total und bei der Abstimmung fürs Wahl-O-Meter gab’s nämlich keine Möglichkeit, für eine andere Partei als die sechs vorgegebenen abzustimmen.

Nach kurzer Verwirrung erhielt ich folgende Antwort (frei aus meiner Erinnerung):

Das kann ich Ihnen gar nicht sagen. Das weiß ich nicht. Am besten reden Sie mit Herrn Ostermeier von ProSieben. Wir haben schon sehr viele Zuschriften von der Piratenpartei.

Also habe ich Herrn Ostermeier, den Pressesprecher von ProSieben, angerufen (089 9507-1142), ihm den Background erklärt und zunächst die gleiche simple Frage gestellt. Die Antwort hat mich schon erstaunt:

Das können Sie nicht. Wir möchten, dass die Zuschauer nur für die sechs eingeladenen Parteien abstimmen.

Daraufhin zitierte ich ihm die Ausschreibung des Programms:

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Und fragte ihn, wie er denn die Stimmung der jungen Menschen ergründen möchte, wenn diese keine Möglichkeit haben für eine andere Partei zu stimmen, als für die sechs eingeladenen?

Wir haben diese sechs Parteien eingeladen und wollen nur die Stimmung unter diesen Parteien erfassen.

Also möchten Sie nicht die politische Stimmung der jungen Menschen, sondern lediglich das Kräfteverhältnis zwischen den sechs Parteien ergründen?

Ja. Wir müssen irgendwo einen Schnitt machen.

Die Piratenpartei ist sehr populär unter den jungen Menschen. In der Jugendwahl vor einigen Tagen erhielt  sie knapp 9%. In der Zielgruppe der Sendung ist sie wahrscheinlich zweistellig. Wie wollen Sie die jungen Menschen zum Wählen motivieren, wenn diese in Ihrer Sendung für keine Partei außer den sechs abstimmen können? Das würde doch Ihrer Sendung zugute kommen, wenn Sie die Piratenpartei einladen würden.

Das sagen Sie. Die Piratenpartei ist gar nicht so populär.

Wir haben über 8.000 Unterstützer für das Anliegen. Richten Sie doch die Möglichkeit für “Sonstige” zu stimmen, wenn Sie von der Piratenpartei wenig halten.

Wir haben 20 Mio Zuschauer. Wie gesagt wir müssen irgendwo einen Schnitt machen, es macht keinen Sinn für “Sonstige” zu stimmen.

Es ist mir keine größere Zuschauer-Aktion bekannt, die versuchen ihr Anliegen beim Sender wirksam zu machen. Dem musste er zustimmen, blieb aber bei seiner Auffassung.

Ich habe erkannt, dass Herr Ostermeier in Ausreden flüchtet, ohne die Chancen für ProSieben zu erkennen, deswegen habe ich direkt gefragt, ob er mich mit Stefan Raab in Kontakt bringen könnte in der Hoffnung, Stefan würde mehr Weitsicht beweisen. Das wurde mir verwehrt, er hat mir aber angeboten, das Anliegen dem Management von Stefan Raab zu schildern. Eine Email an allendorf-riehl.de (im Prinzip der Zweite Offener Brief an Raab) ist raus. Mal schauen wie es wird.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der folge mir auf Twitter.

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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YouTube unterstützt die Aktion #EnterDenRaab

YouTube listet das EnterDenRaab-Video unter Top 10 von etwa 61.000 Treffern bei der Suche nach dem Stichwort “TV Total”. Ein weiteres Indiz für die Breite Unterstützung der Idee “Piratenpartei in die Sendung TV Total Bundestagswahl 2009″.

Wir haben inzwischen über 8.000 Unterstützer. Macht mit!

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EnterDenRaab3Unterstützt uns beim Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei:

#EnterDenRaab Erste Antworten von ProSieben

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Liebe Unterstützer, wir sind inzwischen über 8.000 Leute, die für Piraten bei TV Total Bundestagswahl 2009 gestimmt haben.

Der Offene Brief an Raab wurde am 3.9.2009 veröffentlicht und verschickt, der Zweite Offene Brief an Raab am 10.9.2009.

Bisher habe ich noch keine offizielle Stellungnahme, keine Antworten auf meine Fragen aus dem Zweiten Offenen Brief an Raab bekommen. Gestern sind an mich aber Email-Antworten von Herrn Ostermeier durch einen Teilnehmer der Aktion weitergeleitet worden (danke Frederik):

Sehr geehrter Herr …,

zur “TV total Bundestagswahl 2009″ sind alle Parteien eingeladen, die in den aktuellen Bundestag gewählt worden sind. Das trifft für die Piratenpartei leider nicht zu.

Mit freundlichen Grüßen,
German Free TV Holding GmbH

Ein Unternehmen der ProSiebenSat.1 Media AG

Michael Ostermeier
Kommunikation/PR Entertainment
Redakteur

Michael.Ostermeier@ProSiebenSat1.com
www.ProSiebenSat1.com

Es handelt sich offensichtlich um eine Standardantwort, eher eine Ausrede, keineswegs eine Antwort auf die vier wesentlichen Fragen aus dem Zweiten Offenen Brief an Raab. Denn auch die Linke wurde 2005 nicht in den Bundestag gewählt. Sie existiert erst seit 2007. Federik hat weiter nachgehackt. Daraufhin wurde ihm die Telefonnumer der Zuschauerredaktion mitgeteilt.

Sehr geehrter Herr …,

die Nummer der ProSieben-Zuschauerredaktion: 01805-077750 (Rufnummer von piratig korrigiert)

Beste Grüße,

German Free TV Holding GmbH
Ein Unternehmen der ProSiebenSat.1 Media AG

Michael Ostermeier
Kommunikation/PR Entertainment
Redakteur

Medienallee 7 • D-85774 Unterföhring
Tel. +49 (89) 9507-1142 • Fax -91142
Mobil +49 (175) 1815021

Nachdem ZDF, RTL und in den letzten Tagen auch N24 die Piratenpartei thematisiert und diese als “sehr beliebt bei jungen Menschen” bezeichnet, wäre es für ProSieben langsam ratsam, vor dieser Entwicklung die Augen nicht mehr zu verschliessen, um diesen Trend grade als Jugend-Sender nicht zu verpassen.

Update: Wie es aussieht, hat Herr Ostermeier, absichtlich oder nicht, eine falsche Nummer angegeben. Ein weiterer Indiz für die katastrophale Zuschauerfreundlichkeit des Senders ProSieben. Ich habe die Rufnummer korrigiert.

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EnterDenRaab3Unterstützt uns beim Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei:

Sehr geehrter Herr Rothe,

zur “TV total Bundestagswahl 2009″ sind alle Parteien eingeladen, die in

den aktuellen Bundestag gewählt worden sind. Das trifft für die

Piratenpartei leider nicht zu.

Mit freundlichen Grüßen,

German Free TV Holding GmbH

Ein Unternehmen der ProSiebenSat.1 Media AG

Michael Ostermeier

Kommunikation/PR Entertainment

Redakteur

Michael.Ostermeier@ProSiebenSat1.com

www.ProSiebenSat1.com

Aktion #UrOpi: Der älteste Pirat GEFUNDEN

Die Aktion #UrOpi läuft kaum 2 Tage und wir haben schon einen Etappensieger, einen heißen Anwärter auf den Titel:

Schorsch Maier ist Jahrgang ’34 und wird bei der Bundestagswahl 2009 die Piratenpartei wählen.

Er hat sich im Blog mit folgendem Text zu Wort gemeldet:

Bin Uropa, hab ne Menge gesehen, von Braun 1938 – 1946, bis Schwarz 1946 – 1950, nix mehr bis heute, denke mal sah jetzt ein Licht. Schau mir die Entwicklung mit Interesse an und denke, da werde ich später mit machen.

Kennt jemand einen noch älteren Piraten, mit oder ohne Parteibuch? Bitte melden!

Mit Schorsch haben wir uns das piratige Du angeboten und ich habe ihn zu seiner Motivation befragt:

Alexander Double: Was ist Dein Hintergrund?

Schorsch Maier: Lacht nicht, war Beamter, 42 Jahre  Schutzmann

Alexander Double: Wie hast Du von der Piratenpartei erfahren?

Schorsch Maier: Dreimal darfst Du raten, über das Internet

Alexander Double: Was ist Deine Motivation, der Grund die Piratenpartei zu wählen?

Schorsch Maier: Mir stinkt was heute in der Politik  läuft. Taschen vollstecken, bescheißen, lügen und betrügen. Es beunruhigt mich, wenn ich sehe, auf welchen Wegen unser gutes Grundgesetz ausgehöhlt wird und werden soll.

Die Väter des Grundgesetzes haben sicher nicht gewollt, was man heute daraus machen will. Die Damen und Herren verkennen die Sachlage. Ich sehe in den „ Volksvertretern“ Dienstleister, die für den Staat und das ist jeder von uns, einen D i e n s t  zu leisten haben und nicht uns zu bevormunden. Sie werden von uns und durch unsere Arbeit bezahlt. Sie sollen gefälligst ordentliche Arbeit abliefern. Es macht mich wild, wenn teuer bezahlte „Volksvertreter“ sich um die Kantenlänge der Karamellbonbons und um den Krümmungsradius von Gurken streiten.

Ich bekomme einen dicken Hals, wenn ich beim Sachbearbeiter des Finanzamtes vorgehalten bekomme „Ihre Frau hat mit der Scheckkarten am x.x.2007 in Ystadt bezahlt, die angegeben Fahrt war privat.“

Diese Schnüffelei stinkt mir. Ohne in meinem Konto zu schnüffeln, hätte er eine einfache klare nachvollziehbare  Antwort bekommen.

Nach Amerika reise ich nicht, es ist ein Skandal was unsere Behörden mit unseren Daten machen wenn sie diese Daten „befreundeten“ Staaten überlassen.

Alexander Double: Welche Piratenthemen siehst Du als wichtig, welche als weniger wichtig an?

Schorsch Maier:
Wichtig: Ungehinderte Lehre und Forschung, Meinungsaustausch, Zugang zu Informationen und Wissen. Wahrung der Privatsphäre. SEHR strenge Kontrolle der in Bereichen sicher notwendigen Eingriffe des Staates in Grundrechte. Also Punkt 2.1; 2.2; 2.3; 2.4; des Inhaltsverzeichnisses bei Wikipedia.

Weniger wichtig: Punkt 3.; und 4.;

Alexander Double: Wie unterscheidet sich für Dich die Piratenpartei von den anderen Parteien?

Schorsch Maier: Frei von Zwängen der Lobbyisten, Sachorientiert und ein Denkapparat der etwas besser funktioniert

Alexander Double: Wie ist Dein Bezug zum Internet?

Schorsch Maier: Bin 75, es schafft mir Annehmlichkeiten (Beschaffung von Informationen und Waren Vorbereitung von Reisen.) Es bringt mir Lebensqualität, Gedankenaustausch mit Gleichalterigen – habe 90 jährige Freunde im Netz. Es erhöht meine Aktivitäten, reise zu Treffen von Internetfreunden vom Ostseestrand bis zum Bodensee. Das Wichtigste, meine kleinen grauen Zellen werden munter gehalten.

Alexander Double: Ab wann bist Du im Internet? Wie benutzt Du dieses Medium?

Schorsch Maier: Seit 1885 (Originaltext!), als mir klar wurde, Junge der Ruhestand rückt näher (1994) du musst etwas machen, damit die Birne nicht einrostet. Morgens als erstes nachschauen ist Post da. Skype aufrufen, sehen wer ist schon unterwegs, Morgengruß an die Freunde. Bei Bedarf den ganzen Bürokram, vom Haushalt über Steuer bis Post. Das Wichtigste ist Ablage, einscannen von Unterlagen, Ablage von Vorgängen, Bildern und Videoaufnahmen. In einer guten Ablage ist schnell etwas zu finden, das Suchen in Krabbelkisten ist ersatzlos gestrichen. Abends, Post, etwas stöbern und mit Kindern, Enkeln und neuerdings auch Urenkel über Skype „ sabbeln“.

Alexander Double: Wie siehst Du die Zukunft der Piratenpartei? Welche Chancen hat sie, die Politik Deutschland zu gestalten? In welchen Zeiträumen?

Schorsch Maier: Wenn es gelingt den guten Ansatz weiter zu führen, bei der Sache zu bleiben, viele gute junge Leute zu gewinnen – es gibt gute junge Leute-  wird das was. Ich glaube, es wird nicht leicht, aber eine Änderung ist möglich.  Zeiträume ?? habe keine Glaskugel, denke mal langfristig

Alexander Double: Welchen Rat würdest Du Piraten auf den Weg geben?<

Schorsch Maier: Damit tue ich mich schwer. Habe Arbeit genug meinen eigen Kram zu regeln. Denke mal, bleibt ehrlich, streitet in der Sache fair aber auch hart und h ö r t  gut und genau zu und achtet das Wort und die Meinung des Anderen.

Alexander Double: Vielen Herzlichen Dank, Schorsch

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Die große #EnterDenRaab PR-Aktion

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Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Es sind noch wenige Tage bis zur Sendung und die Aktion #EnterDenRaab entwickelt immer mehr Schwung.

In den Kommentaren zur Aktion #EnterDenRaab sowie in persönlichen Nachrichten sind einige Ideen aufgetaucht, wie man ProSieben mit ihren eigenen Waffen schlagen kann.

Sascha:

Auch wenn die aktion jetzt richtig abgeht, ist es doch mit hoher wahrscheinlichkeit so, daß dieser […] medien-gigant pro7 die geschichte trotzdem aussitzt und ignoriert.

Das ganze kann nur funktionieren, wenn die „konkurrenz“-medien auf die sache aufmerksam gemacht werden und echte schlagzeilen ala „publikum fordert raab heraus“ oder „zuschaueraufstand bei pro7“ auf spiegel online oder in der bild-zeitung erscheinen.

Fazit: es wäre sicherlich sinnvoll, wenn du auf der aktions-seite die user auch dazu aufrufts, medien jeglicher art auf die aktion aufmerksam zu machen, selbst wenn es sich um das letzte lokal-wurschblatt handelt… was meinst du?

Wir schlagen sie mit ihren eigenen waffen…

Was ich meine? Ich finde die Idee toll, und Ihr?

Freddy:

was mir grad so in den Sinn gekommen ist: Wäre es nicht sinnvoll an sämtliche lokalen Radiosender heranzutreten. Die unterstützen doch oft solche Aktionen. Weil sie sich so Hörer-nah geben.

Ich glaube schon, dass es sinnvoll ist.

Also, machen wir es doch.

Aufruf zu einer großen #EnterDenRaab PR-Aktion

Schreibt eure Radiosender, eure Lokalzeitschriften, auch die großen Print- und TV-Medien an. Fax ist das Mittel der Wahl. Dokummentiert es hier in den Kommentaren. Schreibt auch eure, nicht nur piratige, Lieblingsblogger an.

Wer macht einen gute Textvorlage dafür? Bitte als Kommentar schreiben oder verlinken.

Viele Gründe und Hintergrundinfos findet ihr hier:

Wir fordern, die Piratenpartei in die Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 einzuladen oder eine Abstimmungsmöglichkeit für diese Partei einzurichten.

Macht mit! Lasst uns zusammen um die mediale Präsenz der Piratenpartei kämpfen.

Auch wenn wir nur erreichen, dass man für die Piratenpartei abstimmen kann, wird die mediale Wirkung am Tag danach dieselbe sein. Schaut wie sich die Ergebnisse der Jugendwahl in der Presse und gestern im ZDF Heute-Journal niedergeschlagen haben, obwohl die Organisatoren keine mediale Macht besitzen.

Alle Hintergrundinfos findet ihr auf der Homepage der Aktion #EnterDenRaab.

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Update: Ich selber habe Fefe und Beckendahl am Anfang der Aktion angeschrieben und vor kurzem Bettina Winsemann von Heise.

Montagsaktion “wegen logistischer Probleme” ausgefallen

Ich werde meine Enttäuschung über heutige Aktion, bzw. das Fehlen einer solchen nicht verbergen.

Ich habe seit Mittwoch letzter Woche versucht, die Leute vor Ort in Köln auf dieses Thema aufmerksam zu machen und darauf, dass wir Stefan mit der Nase darauf müssen stoßen lassen. Vor allem habe ich nach einer Crew gesucht, die vor Ort die Aktion #EnterDenRaab vertritt und bekannt macht.

Am Freitag war es soweit, die Kölner Crew hat die Aktion vollmundig vor Ort übernommen, da gab’s eine Mail an die Mailingliste, eine offizielle Wiki-Seite und man hat sogar verlauten lassen, man würde Kamerateams der Konkurrenzsender zu der Aktion einladen. “Wozu organisieren? Wir rufen zu einer spontanen Aktion auf.”

Die Unterstützer haben mich mit Infos versorgt, damit wir sogar über Freikarten verfügen. Einige Piraten haben das Action-Code genutzt und sich Plätze für Heute, Morgen und Donnerstag gesichert, die Kölner ließ es kalt. Ein Pirat hat über Twitter lauthals 3 Freikarten für Montag den Mitstreitern angeboten, musste am Ende alleine reingehen.

Am Samstag erreichte mich die Nachricht, dass der Crew-Captain diese Woche im Ausland weilt und es wurde ein anderer Ansprechpartner ernannt.

Anscheinend wurde die Aktion über die Kölner-Mailingliste koordiniert. Ergebnis: Es sind 4-5 Piraten erschienen, unvorbereitet und da der Koordinator, wie ich grade erfahren habe, nicht vor Ort sein konnte sind die nach einiger Zeit orientierungslosen Ausharens auch gegangen. Die Aktion hat, ich zitiere, “wegen logistischer Probleme” nicht statt gefunden.

Ich will hier keine Vorwürfe äußern. Ich möchte nur meine maßlose Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Wir alle hier haben damit gerechnet, dass ihr Kölner, bestens organisiert, diese Aktion vor Ort erfolgreich durchführen werdet.

Ist es wirklich so schwierig vor Ort den Raab mit ein paar Plakaten oder Bannern auf die Aktion aufmerksam zu machen, wenn man dazu noch über Freikarten verfügt? Wie wollen wir von Pro7 erwarten, dass die das ganze Programm für uns umkrempeln, wenn wir nicht im Stande sind, uns selbst zu organisieren und unsere Forderungen überhaupt kundzugeben?

Ja, es werden auch morgen und vielleicht am Donnerstag Piraten in der Sendung sein, doch nach der heutigen Schlappe rechne ich mit nichts mehr.

Wir werden uns wohl auf Postkarten, Briefe, Faxe und Internet verlassen müssen und darauf hoffen, dass ein findiger Journalist dieses Thema entdeckt und in die Massenmedien trägt.

Ich möchte trotzdem diese Möglichkeit nutzen, um mich bei den vielen Unterstützern bedanken, welche die Aktion #EnterDenRaab überhaupt möglich gemacht haben und weiterhin möglich machen.

Da wären die inzwischen über 7.600 Unterstützer, die für die Aktion schon gevotet haben, darunter auch einige Prominente. Vielleicht erreichen wir sogar 10.000 bis zu der Sendung, wer weiß. Ich bedanke mich bei Stormlogix für Grafik und organisatorische Unterstützung. Bei Sasha für das tolle Video. Bei Boenne, Martina, Stadoom, Berberich, DvdRom, Stephan und natürlich Sara für die tollen Grafiken, Banner, Plakate, Logos. Danke an TommytThreepwood und einige anderen (ihr wisst wen ich meine) für die Infos über die Codes. Danke auch an Sven, Johannes (Der Internet), Synchron und Timonf (@T1m0n) und Daniel. Ich hoffe, ich habe niemand vergessen.

Danke ausdrücklich an die Twitterer, die unermüdlich unsere Aktion immer und immer bekannter machen.

Danke auch an alle Kölner die vor Ort waren, trotz allem.

Ich muss sagen, dass mir diese Aktion (bzw. deren Nicht-Stattfinden) einen ordentlichen Dämpfer verpasst hat. Es mach mich wütend, wenn ich bedenke wie viel Herzblut, Zeit und Aufwand ich und die vielen Leute in die Aktion #EnterDenRaab reinstecken.

Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Piraten-Verweigerer sich über diesen Dämpfer vor Schadensfreude überglücklich werden.

Nichtsdestoweniger werden unsere Stimmen, und es sind inzwischen über 7.500, nicht verstummen, in der Hoffnung doch noch gehört zu werden.

Es sind noch wenige Tage bis zur Sendung und dann der Wahl. Wir werden den Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei, um die Gleichen Chancen vor der Wahl nicht aufgeben. Alles liegt in unseren Händen und die Hoffnung stirbt zuletzt.

PS. Entschuldigt mich, aber heute gehe ich schlafen beizeiten.

Update: Es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer vor Ort. @T1m0n fährt heute mit Kumpels hin und so wie es aussieht hat er auch Plakate vorbereitet:
http://wiki.piratenpartei.de/Datei:EnterDenRaab_Studio1.svg
http://wiki.piratenpartei.de/Datei:EnterDenRaab_Studio2.svg
http://wiki.piratenpartei.de/Datei:EnterDenRaab_Studio3.svg
http://wiki.piratenpartei.de/Datei:EnterDenRaab_Studio1.pdf
http://wiki.piratenpartei.de/Datei:EnterDenRaab_Studio2.pdf
http://wiki.piratenpartei.de/Datei:EnterDenRaab_Studio3.pdf
T1m0n, viel Erfolg! Unterstützt ihn bitte.

Update2: Danke für die aufmunternden Kommentare. Wir kämpfen natürlich weiter, mit oder ohne Köln. Hier einige Tweets:

RAWCAT@piratig Sehr schade :-/ Hoffe aber dass die nächsten Tag noch was geht!

CGNNL@piratig Scheiße! Ich war letzte Woche noch auf dem Kölner Stammtisch. Proppevoll! Das ist in der Tat eine Enttäuschung. Kopf hoch!

NOTTINHILL @piratig Leute wie Du packens an. Wir haben viel erreicht! Hier eine kleine Belohnung: http://bit.ly/16Kxsg

NOTTINHILL@piratig Kopf hoch Wegen Köln. Die Leute können halt nicht mehr. Wir packen das mit enterdenraab. Nicht aufgeben. You’re the Best!

KASSIOPEIA83@piratig.immerhin hast du mit deiner Aktion vielen gezeigt, dass es leute gibt die nicht immer alles einfach so hinnehmen sondern .. sich für ihre interessen einsetzen..schade halt dass es nicht mehr sind ;)

Die große #EnterDenRaab Postkartenaktion

EnterDenRaab3

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ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

ProSieben hat in dem von DWLD durchgeführten Test der Zuschauerredaktion als schlechtester unter den untersuchten Sendern katastrophal abgeschnitten. Die Emails der Zuschauer werden nicht beantwortet, womöglich nicht wahrgenommen, ähnlich wahrscheinlich Kommentare in den Foren.

Deswegen schreiben und schicken wir alle heute eine Postkarte an ProSieben/Brainpool. Eine Email ist schnell gelöscht, weggefiltert. “Das sind ein paar Kids die da sitzen und den ganzen Tag komische Emails an ProSieben schicken”. Postkarten aus allen teilen Deutschland sprechen eine andere Sprache, sie zeigen wie groß das Interesse der Zuschauer für die Piratenpartei ist und werden zumindest wegen der schönen Landschaftsmotive gelesen. Wir schicken alle an einem Tag Postkarten raus und bringen den Briefkasten der Zuschauerredaktion zum Überlaufen. Wir versorgen sie mit Hunderten von Gründen für die Piratenpartei bei der Sendung “TV Total Bundestagswahl 2009″ in einer für Internetausdrucker leicht verdaulichen Form: schon ausgedruckt.

Also:

Nehmt eine Postkarte aus eurer Stadt, schreibt wieso die Piratenpartei ins Wahl-O-Meter aufgenommen und in die Wahlsendung eingeladen werden soll und ab in die Post damit.

Viele Gründe und Hintergrundinfos findet ihr hier:

Wir fordern

Wir haben einige piratig gestaltete und fertig adressierte Rückseiten für Euch vorbereitet (Thx an Sara). Die braucht man nur auszudrucken, auf eure Postkarte draufzukleben, eure persönlichen Gründe für die Piraten bei der Sendung “TV Total Bundestagswahl” draufzuschreiben, Briefmarke drauf und ab in die Post. Für die ganz bequemen gibt es auch eine bereits ausgefüllte Version:

Herr Buettgen
Brainpool
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