Archiv der Kategorie: Aktion

#Kaudergate #3rdStrike – Der dritte Strike und weg ist das Netz (The Full Story)

Am 21.9.2011 auf dem Parlamentarischen Abend der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten in Berlin schlägt Siegfried Kauder ein Three-Strikes-Modell gegen Urheberechtsverstöße vor, und verspricht den Lobbyisten eine entsprechende Gesetzesinitiative binnen 8 Wochen zu starten. Urheberechtsverletzern soll für 3 Wochen der Internetanschluss gekappt werden.

Kurz darauf stellt sich heraus, dass Herr Kauder selbst mit dem Urheberecht nicht so genau nimmt. Ich mache ihn am 28.9.2011 auf zwei raubkopierte Bilder auf seiner Homepage aufmerksam.

Am 29.9.2011 Abend erklärt Kauder gegenüber Heise, er hätte beide Bilder entfernt. Der “Vorfall” ist für ihn ein Beweis, dass das 3-Strike-Modell funktioniert.

Ich fand am 30.9.2011 zwei weitere Fotos, die aus dem Internet raubkopiert wurden und in der Headergrafik auf Kauders Homepage illegal verwendet wurden.

Anfang Oktober 2011 hat Kauders Homepage eine wahre Metamorphose durchlaufen: Die Bilder aus dem ersten und zweiten Strike sind von der Homepage verschwunden. Haben die zwei Strikes was genutzt? Funktioniert das 3-Strike-Modell? Ich habe wieder festgestellt, das Kauder auf seiner Homepage ein raubkopiertes Foto verwendet.

Es ist über eine Woche seit dem “zweiten Strike”, und über 1500 Bürger warten auf die Antwort zum “ersten Strike”. Zeit nachzuhaken (Update: da mir die Veröffentlichung von Abgeordnetenwatch verweigert wurde, hat Martin Huber diesen meinen Brief auf Abgeordnetenwatch gepostet):

Sehr geehrter Herr Kauder,

Nach dem “ersten Strike” erklärten Sie am 29.9.2011 gegenüber Heise.de, die raubkopierten Bilder seien inzwischen entfernt und die Urheberechte an Beiden Fotos stünden Ihnen zu. Wieso machten Sie diese Falschaussagen? Mehr dazu hier:
http://piratig.de/2011/09/30/kaudergate-2ndstrike-sehr-geehrter-herr-kauder/
http://piratig.de/2011/09/29/kaudergate-teil-2-kauders-skurrile-stellungnahmen/

Nach dem “zweiten Strike” kommt jetzt der dritte:

In Ihrer Headergrafik verwendeten Sie illegal ein raubkopiertes Foto von Bickentor:
http://web.archive.org/web/20100612224255/http://www.siegfriedkauder.de/
Sie verwenden es immer noch auf dieser Seite (Grafik in der Mitte):
http://www.siegfriedkauder.de/Kauder2010/05_Archiv/05_index.html
Hier das Original:
http://www.panoramio.com/photo/3183694

Dies ist der “dritte Strike”. Offensichtlich haben die ersten zwei Strikes nichts genutzt, um Ihren Urheberechtsverstößen ein Ende zu bereiten.

Sie müssen sich im Klaren sein, dass Sie die Schöpfer der Fotos um die Früchte ihrer Arbeit bringen. Wie sollen Fotografen leben, wenn ihre Fotos rücksichtslos, ohne Bezahlung raubkopiert werden?

In Ihrem 3-Strike-Modell beschreiben Sie was jetzt geschehen soll:
“Du wirst für mehrere Wochen vom Internet ausgeschlossen.”
http://x.co/a6l5

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran:
Melden Sie diesen Vorgang allen Ihren Internet-Providern (zu Hause, im Bundestagsbüro, im Wahlkreisbüro, in der Kanzlei, Handys, iPad), damit diese Sie vom Internet ausschließen.

Wird jetzt laut Ihrem Vorschlag der Internetzugang des Bundestags gesperrt?

Was soll eigentlich passieren, wenn der Raubkopierer nach 3 Strikes weiter macht?

Ich hätte noch einige Fragen bezüglich Ihres 3-Strike-Modells:

1. Ist das Ihre eigene Idee, oder haben Sie sie von jemand anderem, vielleicht einer Organisation wie der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten zugeflüstert bekommen?

2. Haben Sie, Ihre Partei oder eine der Firmen für die Sie tätig sind 2002 oder später Zuwendungen von Personen oder Organisationen der Musik-, Print- oder Film-Industrie erhalten oder für andere entgegengenommen? Wenn ja, wann, wie viel und von wem?
Wurden im Bezug auf diese Zuwendungen Gegenleistungen vereinbart? Welche?

Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Double

#Kaudergate Teil 3: #2ndStrike – Der zweite Strike

Mal auf Abgeordnetenwatch nachgebohrt:

Sehr geehrter Herr Kauder,

Sie haben inzwischen gegenüber Heise.de das Vergehen gestanden:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-Rechtspolitiker-Kauder-mit-kleinem-Urheberrechtsproblem-1351923.html
Die zwei Bilder, die ich auf Ihrer Seite identifiziert habe waren raubkopiert. Sie haben diese unter Missachtung des Urheberecht illegal vom Internet kopiert und für eigene Zwecke verwendet.

Raubkopieren ist kein Kavaliersdelikt, es ist eine Straftat.
Sie haben persönlich und eigenhändig für das Gesetz für die Kriminalisierung der Urheberrechtverletzungen gestimmt. In Deutschland sieht das das Gesetz neben Geldstrafe ein Freiheitsentzug bis 5 Jahren vor.

Sie sind Jurist:
Welcher Paragraph passt auf Ihr Vergehen am besten zu?

Ich empfehle Ihnen sich mit der PR-Kampagne der Film-Industrie
“Raubkopierer sind Verbrecher” auseinanderzusetzen:
Raubkopierer sind Verbrecher

Sehen Sie sich als Verbrecher? Sollten Sie als Verbrecher angesehen werden?

Welche Konsequenzen gedenken Sie für sich aus Ihrem Vergehen zu ziehen?

In der gleichen Stellungnahme erklären Sie ihre Idee der 3 Strikes:
1. Stufe: Wir sehen, dass Du die Gesetze nicht einhältst. Lasse es sein.
2. Stufe: Du hörst ja immer noch nicht auf. Beim nächsten Mal sperren wir Dich aus.
3. Du wirst für mehrere Wochen vom Internet ausgeschlossen.

Nun kommt der zweite Strike:
In der Headergrafik Ihrer Homepage verwenden Sie mehrere urheberecht geschützte Bilder für die Sie nach meiner Informationen keine Lizenz erworben haben:
http://www.siegfriedkauder.de/
Es geht um das Bild des Vogtsbauernhofs links.
Hier das Original (unten links):
http://www.vogtsbauernhof.org/content/view/full/213
Der Urheber hat nach meinen Informationen Ihnen keine Nutzungsrechte veräußert.
Auch das Foto der Trachtenträgerin stammt vom demselben Urheber.

Das ist der zweite Strike, “Beim nächsten Mal sperren wir Dich aus”.

Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Double

#Kaudergate Teil 2: Kauders skurrile Stellungnahmen

Hier zuerst einmal zum Background der Causa Siegfried Kauder oder #Kaudergate:
http://piratig.de/2011/09/28/sehr-geehrter-herr-kauder/
(Vorsicht: server ächzt und krächzt unter ungeheurer Last)

Auf meine Abgeordnetenwatch-Nachfrage bezüglich der raubkopierten Bilder auf seiner Homepage hat Herr Kauder bisher noch nicht geantwortet. Inzwischen warten knapp 1.000 Interessenten auf seine Antwort:
http://www.abgeordnetenwatch.de/siegfried_kauder-575-37692–f312709.html#q312709

Auf Drängen der Mainstream-Presse hat er ihr gegenüber mehrere skurrile Erklärungen abgegeben.So hat er gegenüber Heise.de den Rechtsbruch gestanden und um Kenntnisnahme gebeten, “dass die Urheberrechte an den beiden Fotos inzwischen mir zustehen. Dies als Warnhinweis für eine eventuelle Absicht, die Fotos im Rahmen ihrer Berichterstattung anderweitig verwenden zu wollen.”

Heise kommentiert:
“Wie sich der CDU-Politiker das grundsätzlich nicht veräußerbare Urheberrecht an den Bildern gesichert haben will und ob der ertappte Abgeordnete die Veröffentlichungen der Fotos anderswo nun verfolgen wird, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.”
http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-Rechtspolitiker-Kauder-mit-kleinem-Urheberrechtsproblem-1351923.html

Also noch einmal: Die Urheberrechte stehen nur dem Urheber der Fotos zu, oder seinen Erben, nicht Herrn Kauder, der nicht der Urheber ist. Er kann diese Rechte nicht erwerben, höchstens die Nutzungsrechte. Das müsste Herr Kauder eigentlich wissen, denn erstens ist er Jurist, zweitens als Mitglied des Bundestags und VORSITZENDER im Rechtsauschuss, und als solcher war er sicherlich an den Beratungen zur Urheberechtsverlängerung von Musikern von 50 auf 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers beteiligt, und wir hoffen alle, dass er zumindest dort die Urheberrechte mit den Nutzungsrechnten nicht durcheinander gabracht hat.

Übrigens: Will Herr Kauder freie Journalisten mit der abstrusen Behauptung einzuschüchtern, jedwede Weiterverwendung der Bilder im Rahmen ganz normaler Berichterstattung wäre illegal? Das ist sie in Deutschland zum Glück (noch) nicht!

Gegenüber FOCUS erklärte er:
“Ich bin denen dankbar, die mir die Gelegenheit gegeben haben zu zeigen, dass das Warnmodell funktionieren kann. Die Fotos sind entfernt.”
http://www.focus.de/digital/internet/peinlicher-patzer-von-siegfried-kauder-internet-mahner-aus-der-cdu-tappt-in-die-copy-falle_aid_670201.html

Offensichtlich reicht die Dankbarkeit nicht, um auf den Brief zu antworten, auf den knapp 1.000 Wähler warten.Das Warnmodell kann funktionieren? Das kann man erst feststellen, wenn die Sperrung der Internetzugänge vom Urheberecht-Sünder Kauder erfolgt ist, denn erst dann sieht man ob die “erzieherische Maßnahme” gewirkt hat und das Raubkopieren aufhört.

Übrigens: Die Fotos sind nicht entfernt. Diese sind nach wie vor auf dem Server von Herrn Kauder abrufbar (Stand 29.9.2011 22:45):
http://www.siegfriedkauder.de/Kauder2010/03_Wahlkreis/Fotos/ds_schloss.jpg
http://www.siegfriedkauder.de/Kauder2010/03_Wahlkreis/Fotos/Hornberg_Burg.jpg

Das ist übrigens genau der Unterschied zwischen “Löschen” und “Sperren”. Die Sichtblende reicht nicht aus, die Bilder sind nach wie vor da. Das hat Herr Kauder trotz der Bauchlandung der Kollegin Ursula von der Leyen mit ihren STOP-Schildern fürs Netz scheinbar immer noch nicht begriffen. Also: “Löschen statt Sperren”

Gegenüber Stern sagte der raubkopierende Kauder verharmlosend:
“Dass einem mal was durchrutscht, gibt es immer wieder.”
http://www.stern.de/politik/deutschland/spott-ueber-kauders-website-mal-was-durchgerutscht-1733567.html

Nein, da ist nichts durchgerutscht. Offensichtlich ist bei der Erstellung der Homepage das Urheberrecht außer Acht gelassen worden, denn für keines der verwendeten Bilder sind Lizenzen gekauft worden. Man hat sich einfach im Internet bedient, illegale Kopien der gefundenen Bilder erstellt und diese für eigene Zwecke verwendet. Das ist eine grobe Mißachtung des geltenden Rechts. Von einem Versehen kann hier keine Rede sein.
Hier eine schöne Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse als Video:
Raubkopierer in der CDU

Sehr geehrter Herr Kauder

Grade auf Abgeordnetenwatch gefragt:

Sehr geehrter Herr Kauder,

Sie haben auf dem Parlamentarischen Abend der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten in Berlin ein Two-Strikes-Warnmodel gefordert und Sie wollen eine Gesetzesiniziative hierzu starten. Dem Urheberechtsverletzer soll für 3 Wochen der Internetanschluss gekappt werden.

Nun habe ich auf Ihrer Website folgende zwei vom Urheberecht geschützte Bilder entdeckt:

Ihre Website:
www.siegfriedkauder.de
Original:
www.panoramio.com

Ihre Website:
www.siegfriedkauder.de
Original:
www.panoramio.com

Haben Sie Lizenz für diese Bilder erworben? Bitte legen Sie sie vor.

Sollten Sie keine Lizenz erworben haben, so verstossen Sie gegen das Urheberecht.

Ich schlage vor, Sie nennen mir in diesem Falle alle Ihre Internetzugänge (zu Hause, im Bundestag, in Ihrem Parteibüro, Ihre Handys usw.), ich informiere die von Ihnen geschädigten Urheber, und sie erzwingen, dass alle diese Zugänge für 3 Wochen gesperrt werden, um Ihnen das Internet zu kappen. Ich glaube, Sie als Politiker und Volksvertreter sollten hier mit einem guten Beispiel vorangehen.

Oder möchten Sie sich und Ihre Kollegen aus dem Wirkungskreis des von Ihnen propagierten Gesetze herausnehmen? Das Gesetz soll das Volk, gängeln, auf Sie aber nicht zutreffen?

Mit freundlichen Grüßen,
Alexander Double

#EnterDenRaab Ein schöner Tag für Stefan Raab

Gestern ist sehr viel um Stefan Raab passiert. Er hat es geschafft, die Piratenpartei in seine Wahlsendung “TV Total Bundestagswahl 2009″ nicht einzuladen und auch eine Raab’sche Abstimmung (d.h. Abstimmung für die “großen Sechs” Parteien, ohne eine Möglichkeit für eine andere Partei oder auch Sonstige zu stimmen) gegen jede Vernunft durchzuführen. Mit dem resultierenden Ergebnis (26% für die CDU, 21% für die Linke und 18% für SPD) hat er die “Spitzenpolitiker” der “Volksparteien” und Peter Limburg bis aufs Knochen blamiert, also alles im Sinne des Erstwählerchecks.

Hey, er hat vielleicht den Deutschen Fernsehpreis für “Schlag den Raab” nicht bekommen, dafür aber den Deutschen Zeunsurpreis in der Kategorie TV-Zensur.

Und zumindest eine der Aktionen mit Raab drin scheint richtig erfolgreich gewesen zu sein: #EnterDenRaab :)

Klarmachen zum Ändern! Piraten wählen gehen!

Macht mit bei folgenden Umfragen:

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Überläufer aus der CDU, FDP und der Linken gesucht

Liebe Leser,

in den letzten Wochen und Monaten sind prominente ehemalige oder aktuelle Mitglieder der Grünen und SPD in die Piratenpartei eingetreten, bzw. haben Wahlempfehlungen für diese Partei ausgesprochen.

Piratig sucht nun Überläufer aus den Parteien CDU, FDP und der Linken. Meldet euch so schnell wie möglich. Der erste nachweisbare Überläufer aus jeder dieser Parteien bekommt als Gewinn ein Interview mit Piratig.

Es zählen auch aktuelle Mitglieder dieser Parteien, die bei der Bundestagswahl am Sonntag die Piratenpartei wählen werden.

Bitte melden unten in den Kommentaren oder übers Kontaktformular.

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Überläufer aus der #CDU, #FDP und der Linken gesucht – bitte melden: http://wp.me/pBJT0-lu  mach mit und RT #Piratenpartei #btw09

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Offener Brief der Piratenpartei NRW an Raab #EnterDenRaab

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Heute hat die Piratenpartei Nordrhein-Westfalen ihren offenen Brief an Raab veröffentlicht:

Lieber Stefan Raab,

als Landespressersprecher der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen ich muss Dich wirklich um Entschuldigung bitten. Hatten doch gestern nachmittag bei der Aufzeichnung von TV total in Köln Anhänger der Piratenpartei gefälschte Stimmzettel für die tägliche Wahl-o-Meter-Abstimmung unters Stimmvolk gebracht! Und warum? Nur, weil sie mit den von Dir für das Studiopublikum vorgegebenen Stimmzetteln nicht einverstanden waren? Nur, weil sie den Wählern ermöglichen wollten, auch für die Piratenpartei zu stimmen oder gar für »Sonstige«? Was für eine kindische Begründung! Was für eine kindische Aktion! Davon distanziert sich die Piratenpartei Deutschland ausdrücklich.

Denn die Piratenpartei akzeptiert selbstverständlich, dass Du es bist, der TV total fest in der Hand hat und die Regeln bestimmst. Daher ist es natürlich Dein gutes Recht, in Deiner Weisheit festzulegen, welche Parteien auf dem PRO7-Stimmzettel zu stehen haben und welche nicht. Wenn Du meinst, dass fünf Parteien ausreichen, dann ist das ganz bestimmt gut und richtig so. Schließlich haben die meisten Menschen Schwierigkeiten damit, mehr als fünf Dinge gleichzeitig zu überblicken. Fünf ist also eine gute Wahl. Du tust dem deutschen Fernsehvolk einen großen Gefallen, weil Du die Politik übersichtlich machst.

Wird das am Sonntag ein Erschrecken geben, wenn die Leute auf dem echten Wahlzettel nicht nur fünf, sondern viermal so viel sehen! Wie soll man sich denn da entscheiden? Wie gut haben es TV-total-Gucker, die sich am Wahl-o-Meter mit seinen übersichtlichen fünf Parteien orientieren können: einfach die Lieblingspartei auf dem Wahlzettel raussuchen, ankreuzen, fertig.

Ich finde, bei der echten Bundestagswahl sollte es genauso sein. Fünf Parteien – und gut. Damit kommt der Bürger klar. Und das schont die Umwelt, weil weniger Bäume für lange Stimmzettel sterben müssen.

Danke Stefan, dass Du Politik wieder einfach und übersichtlich machst! Danke, dass Du mit dem Parteienwirrwarr aufräumst! Danke, dass Du Dich auf die fünf Parteien beschränkst, die sich in den letzten 60 Jahren im Westen wie im Osten unserer Republik durch kluges Handeln in Regierungsverantwortung oder Opposition bewährt haben – erfahrene Parteien, deren Politik von Jahr zu Jahr besser wird. Diesen Parteien und diesen Politikern geben wir gern und vertrauensvoll auch weiterhin uns und unsere Zukunft in die Hand.

Ich fürchte nur, einige Wähler werden sich trotz Deiner Bemühungen nicht davon abhalten lassen, der Piratenpartei ihre Stimme zu geben. Das können natürlich nur Leute sein, die nicht TV total geguckt oder trotz Guckens die Sache mit den Großen Fünf nicht verstanden haben. Vielleicht kommt die Piratenpartei sogar in den Bundestag. Wäre das nicht schrecklich? Denn dann ginge es in der Politik ja auch mal um Bürgerrechte statt nur um die Worthülse gleichen Namens. Dann säßen im Bundestag Politiker, die verstanden haben, wie junge Leute denken und fühlen, denen das Internet ein zweites Zuhause ist. Nicht auszudenken! Und das Schlimmste: Du brauchtest für »TV total Bundestagswahl 2013« neue Stimmzettel.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Klute

Piratenpartei Deutschland
Landespressestelle NRW
Rainer Klute
Körner Grund 24
44143 Dortmund

Telefon: 0231 / 5349422
Mobil: 0172 / 2324824
E-Mail: presse@piratenpartei-nrw.de

Web: http://www.piratenpartei-nrw.de/

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Offener Brief der #Piratenpartei NRW an #Raab #EnterDenRaab http://wp.me/pBJT0-lp  Please RT #Piraten #ProSieben #btw09

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EnterDenRaab3Unterstützt uns beim Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei:

Input gesucht: Der Gleichschaltungssender #EnterDenRaab

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für „Sonstige“ ist nicht möglich.

Wie ich im Artikel “ProSieben ein Fall für OSZE?” darlegte, wird dadurch die politische Stimmung von ca. 1/4 der jungen Wähler nicht wiedergegeben.

In der Pressekonferenz am 24.9.2009 stellte Limburg klar:

“Es wird eine härtere Auseinandersetzung als beim TV-Duell, weil es die letzte Chance die Parteien ist, noch einmal ihre Wähler zu mobilisieren”.

Augenscheinlich soll die Sendung nicht das Ziel verfolgen, die Stimmung der jungen Generation zu ergründen, sondern wird als Wahlwerbeveranstaltung der sechs etablierten Parteien vor dem jungen Publikum begriffen.

Das Demokratieverständnis von ProSieben scheint also zu sein:

Es geht nicht darum, dass die Politik sich an den Willen des Wählers anpasst, der frei zwischen Parteien und deren Programmen auswählen kann, sondern der Wähler soll sich an die Meinung einer der ihm vorgegebenen Parteien anpassen.

Stefan Raab ist dafür bekannt, für andere Sender witzige, einprägsame Namen zu verwenden (Beispiel “der Busensender” für RTL2). Ich schlage vor, auch für ProSieben solch einen Namen zu finden. Mein Vorschlag wäre “der Gleichschaltungssender”.

Schreibt eure Vorschläge heute in den Kommentaren. Morgen stimmen wir darüber ab.

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EnterDenRaab3Unterstützt uns beim Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei:

ProSieben ein Fall für OSZE?

Diese Aktion hat inzwischen über 9.000 Unterstützer. Mach mit!

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für “Sonstige” ist nicht möglich (siehe: Pressekonferenz) . Die Demokratieverträglichkeit einer solchen “Wahl” wird eindrucksvoll durch den durchgeleakten TV Total Wahlzettel vorgeführt:

31467729

Die größte bisher unter jungen Menschen durchgeführte Umfrage mit 1,2 Mio Befragten zeigt einen Anteil von 26,6% Stimmen für Parteien außerhalb dieser 6 Parteien. Auch die Jugendwahl 2009 ergan 22,3% für die “kleinen Parteien”.

ProSieben schließt damit große Teile ihrer Zielgruppe von der Wahl aus. Oder geht es bei der Sendung nicht darum, die Stimmung der jungen Menschen zu ergründen, sondern darum, diese Wähler von den “großen Sechs” zu überzeugen?

Wegen der Medienmacht von ProSieben, der sehr hohen Zuschauerquote dieser Sendung und der Tatsache, dass sie am Vorabend der Bundestagswahl stattfindet, stellt sich die Frage, ob der Sender hierbei unzulässig in das Stimmverhalten der Wähler eingreift, denn 23 Parteien werden aus “Stimmungsbarometer” vollkommen ausgeblendet.

Im Twitter wurden Stimmen laut, ob dies nicht ein Fall für die Wahlbeobachter von OSZE ist. Ein gutes Beispiel für die mediale Ungleichbehandlung politischer Parteien im Vorfeld der Wahlen.

Stimmt bitte ab:

Ihr könnt diese Umfrage auf eurer Website oder Blog einbinden:

<script type="text/javascript" language="javascript"
  src="http://static.polldaddy.com/p/2037183.js"></script>

Update: Ein schöner Bildbeitrag dazu von kruppzeuch (Thx):

Hier gehts weiter mit: Input gesucht: Der Gleichschaltungssender und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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EnterDenRaab3Unterstützt uns beim Kampf um die mediale Präsenz der Piratenpartei:

Wahlmanipulation bei TV Total? #EnterDenRaab

Am Donnerstag, den 24.9.2009 besuchte eine Gruppe von 3 Piratenpartei-Sympathisanten als Studio-Zuschauer die Aufzeichnung der Sendung TV Total. Sie wussten bereits von dem skandalösen TV Total Wahlzettel, denn sie haben die Sendung bereits am Dienstag besucht:

31467729

Dieser Wahlzettel wird vor jeder TV Total Sendung an die Zuschauer verteilt, für die tägliche Wahl-O-Meter Abstimmung. Es fehlt eine Möglichkeit für eine andere Partei zu stimmen, als die vorgegebenen CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Grüne, Die Linke. Für sonstige zur Bundestagswahl stehende Parteien (immerhin 23) kann mit diesem Wahlzettel keine Stimme abgegeben werden. Da ist es auch kein Wunder, dass das TV Total Wahl-O-Meter immer 100% für die 6 obigen Parteien zeigt.

Doch diesmal waren die Drei gut vorbereitet. Sie haben ca. 100 demokratischere, um zwei Zeilen erweiterte Wahlzettel angefertigt, die Sie an Zuschauer vor dem Studio verteilt haben:

31637394

Alle “demokratischen” Wahlzettel wurden von Zuschauern gern angenommen. Die Drei haben mit ihnen geredet und einige von ihnen wollten auch die Stimme im Studio mit diesem Zettel für die Piratenpartei abgeben. Die Drei haben mit zwei Mitgliedern der Piratenpartei, die sie vor der Sendung getroffen haben, natürlich für die Piratenpartei gestimmt. Das sind fünf sichere Stimmen für die Piratenpartei, unter den 150-250 Zuschauern immerhin 2-3% der Stimmen, die Stimmen der Zuschauer für die Piratenpartei oder für “Sonstige” nicht miteingerechnet.

zettel3

Zwischendurch hat Raab mit Limburg geplaudert, von TV Total Bundestagswahl 2009 geschwärmt, sie als die größte und genaueste Wahlumfrage in dieser Wahlperiode bezeichnet.

Doch wie erstaunt waren die Drei, als in dem Wahl-O-Meter am Ende der Sendung weder ein Balken für die Piratenpartei noch ein Balken für Sonstige auftauchte. Mehr noch: Das Wahl-O-Meter zeigte folgende Stimmenanteile: CDU/CSU 33,9%, SPD 23,9%, FDP 14,4%, Grüne 15,6%, Die Linke 12,2%. D.h. die Summe der Prozentanteile für die Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne und Die Linke ergab 100%.

Es wurden auch keine Stimmen für Piratenpartei oder Sonstige weder von Stefan Raab noch von dem eingeladenen Peter Limburg während der Ergebnisverkündung erwähnt. Ich zitiere: “Kein Sterbenswörtchen”.

Ich frage: Wie ist das möglich? Wie ist das zu erklären? Wo sind unsere Stimmen geblieben? Stimmen von legitimen Zuschauern für eine legitime am 27.9.2009 zur Wahl stehende Partei. Wer und wieso hat sie unter den Tisch fallen lassen?

Da klingen die Abschiedsworte von Herrn Limburg wie ein blanker Hohn:

Und wir wollen natürlich, dass möglichst viele Leute wählen gehen. Deswegen machen wir den ganzen Spaß ja auch.

100_2142

Vorbereitungen der GENIALEN Aktion. Meine Gratulation Jungs!

Hier geht es weiter: ProSieben ein Fall für OSZE? und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update2: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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