Archiv für den Monat September 2009

Piraten in einer weiteren Wahlumfrage vorne

Auch das Soziale Netzwerk Kwick! führt eine Wahlumfrage durch. Die Piratenpartei führt diese mit 23% vor CDU/CSU und SPD mit jeweils 14% an (Stand 23.9.2009). Ein weiteres Indiz für die Dominanz der Piratenpartei im Internet.

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#EnterDenRaab Demokratieverständnis von ProSieben

Wenn es nach ProSieben ginge, dürfte der Wähler nur eine der sechs Parteien in den Bundestag wählen: CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne, Die Linke.

Hier der durchgeleakte Wahlzettel, den die Zuschauer der Sendung TV Total zur Abstimmung für das Wahl-O-Meter bekommen:

31467729

Da braucht man sich nicht zu wundern, dass TV Total Wahl-O-Meter für diese Parteien in der Summe 100% anzeigt. Genauso (aber elektronisch) soll es nach dem Willen von ProSieben bei der Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 am 26.9.2009 aussehen, in der die Erstwähler und Nichtwähler zum Wählen motiviert werden sollen. Eine Stimmabgabe für eine andere Partei oder “Sonstige” ist nicht möglich.

Vergleiche dazu mein heutiges Gespräch mit Herrn Ostermeier.

Ich empfehle auch den Artikel Argumente der Piraten-Verweigerer.

Ich lasse es mal ohne Kommentar. Was meint ihr?

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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#EnterDenRaab Gespräch mit Michael Ostermeier

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Nun ich habe die PR-Abteilung von Brainpool (0221-6509-3010) angerufen und nach kurzer Einführung eine einfache Frage gestellt:

Ich möchte erfahren, wie ich als Zuschauer am Samstag in der Wahlsendung für die Piratenpartei stimmen kann? Ein Freund von mir war gestern in der Sendung TV Total und bei der Abstimmung fürs Wahl-O-Meter gab’s nämlich keine Möglichkeit, für eine andere Partei als die sechs vorgegebenen abzustimmen.

Nach kurzer Verwirrung erhielt ich folgende Antwort (frei aus meiner Erinnerung):

Das kann ich Ihnen gar nicht sagen. Das weiß ich nicht. Am besten reden Sie mit Herrn Ostermeier von ProSieben. Wir haben schon sehr viele Zuschriften von der Piratenpartei.

Also habe ich Herrn Ostermeier, den Pressesprecher von ProSieben, angerufen (089 9507-1142), ihm den Background erklärt und zunächst die gleiche simple Frage gestellt. Die Antwort hat mich schon erstaunt:

Das können Sie nicht. Wir möchten, dass die Zuschauer nur für die sechs eingeladenen Parteien abstimmen.

Daraufhin zitierte ich ihm die Ausschreibung des Programms:

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Und fragte ihn, wie er denn die Stimmung der jungen Menschen ergründen möchte, wenn diese keine Möglichkeit haben für eine andere Partei zu stimmen, als für die sechs eingeladenen?

Wir haben diese sechs Parteien eingeladen und wollen nur die Stimmung unter diesen Parteien erfassen.

Also möchten Sie nicht die politische Stimmung der jungen Menschen, sondern lediglich das Kräfteverhältnis zwischen den sechs Parteien ergründen?

Ja. Wir müssen irgendwo einen Schnitt machen.

Die Piratenpartei ist sehr populär unter den jungen Menschen. In der Jugendwahl vor einigen Tagen erhielt  sie knapp 9%. In der Zielgruppe der Sendung ist sie wahrscheinlich zweistellig. Wie wollen Sie die jungen Menschen zum Wählen motivieren, wenn diese in Ihrer Sendung für keine Partei außer den sechs abstimmen können? Das würde doch Ihrer Sendung zugute kommen, wenn Sie die Piratenpartei einladen würden.

Das sagen Sie. Die Piratenpartei ist gar nicht so populär.

Wir haben über 8.000 Unterstützer für das Anliegen. Richten Sie doch die Möglichkeit für “Sonstige” zu stimmen, wenn Sie von der Piratenpartei wenig halten.

Wir haben 20 Mio Zuschauer. Wie gesagt wir müssen irgendwo einen Schnitt machen, es macht keinen Sinn für “Sonstige” zu stimmen.

Es ist mir keine größere Zuschauer-Aktion bekannt, die versuchen ihr Anliegen beim Sender wirksam zu machen. Dem musste er zustimmen, blieb aber bei seiner Auffassung.

Ich habe erkannt, dass Herr Ostermeier in Ausreden flüchtet, ohne die Chancen für ProSieben zu erkennen, deswegen habe ich direkt gefragt, ob er mich mit Stefan Raab in Kontakt bringen könnte in der Hoffnung, Stefan würde mehr Weitsicht beweisen. Das wurde mir verwehrt, er hat mir aber angeboten, das Anliegen dem Management von Stefan Raab zu schildern. Eine Email an allendorf-riehl.de (im Prinzip der Zweite Offener Brief an Raab) ist raus. Mal schauen wie es wird.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der folge mir auf Twitter.

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Ein neues Piraten-Video mit Schwergewicht

Gerade auf YouTube das Video von MrOpua entdeckt (danke für den Tipp). Ohne große Effekte, einfach gemacht, aber sehr gut recherchiert und vor allem das Message wiegt schwer:

Hier wird beschrieben, warum ich die Piraten wählen werde. Ebenfalls wird auf eindrucksvolle Weise geschildert, warum jeder sich gegen den Überwachungsstaat auflehnen sollte, und sein politisches Widerstandsrecht aus Art. 20 IV GG ausüben sollte. Dies ist so0mit eine Entscheidung gegen die etablierten Parteien der CDU CSU GRünen Spd und auch der Linken.

Prädikat: Sehr sehenswert. Was denkt ihr?

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Neues Piraten-Video mit Schwergewicht http://wp.me/pBJT0-iU Please RT #Piratenpartei #btw09 #bundestagswahl #cdu #spd #fdp

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Bestsellerautor empfiehlt Piratenpartei

Der Schriftsteller und Weltensammler Ilja Trojanow empfiehlt im Kommentar bei der taz die Piratenpartei als einzige Alternative zu der Politik der etablierten Parteien. Sein Artikel “Wählen gehen trotz Abscheu” ist an überzeugte Nichtwähler gerichtet. Er unterstreicht das zweifelsfreie Eintreten der Piratenpartei für Bürgerrechte und Freiheit, erhofft sich mehr virtuellen Sachverstand im Bundestag und einen frischen, sogar etwas anarchistischen Wind.

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YouTube unterstützt die Aktion #EnterDenRaab

YouTube listet das EnterDenRaab-Video unter Top 10 von etwa 61.000 Treffern bei der Suche nach dem Stichwort “TV Total”. Ein weiteres Indiz für die Breite Unterstützung der Idee “Piratenpartei in die Sendung TV Total Bundestagswahl 2009″.

Wir haben inzwischen über 8.000 Unterstützer. Macht mit!

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#EnterDenRaab Erste Antworten von ProSieben

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Liebe Unterstützer, wir sind inzwischen über 8.000 Leute, die für Piraten bei TV Total Bundestagswahl 2009 gestimmt haben.

Der Offene Brief an Raab wurde am 3.9.2009 veröffentlicht und verschickt, der Zweite Offene Brief an Raab am 10.9.2009.

Bisher habe ich noch keine offizielle Stellungnahme, keine Antworten auf meine Fragen aus dem Zweiten Offenen Brief an Raab bekommen. Gestern sind an mich aber Email-Antworten von Herrn Ostermeier durch einen Teilnehmer der Aktion weitergeleitet worden (danke Frederik):

Sehr geehrter Herr …,

zur “TV total Bundestagswahl 2009″ sind alle Parteien eingeladen, die in den aktuellen Bundestag gewählt worden sind. Das trifft für die Piratenpartei leider nicht zu.

Mit freundlichen Grüßen,
German Free TV Holding GmbH

Ein Unternehmen der ProSiebenSat.1 Media AG

Michael Ostermeier
Kommunikation/PR Entertainment
Redakteur

Michael.Ostermeier@ProSiebenSat1.com
www.ProSiebenSat1.com

Es handelt sich offensichtlich um eine Standardantwort, eher eine Ausrede, keineswegs eine Antwort auf die vier wesentlichen Fragen aus dem Zweiten Offenen Brief an Raab. Denn auch die Linke wurde 2005 nicht in den Bundestag gewählt. Sie existiert erst seit 2007. Federik hat weiter nachgehackt. Daraufhin wurde ihm die Telefonnumer der Zuschauerredaktion mitgeteilt.

Sehr geehrter Herr …,

die Nummer der ProSieben-Zuschauerredaktion: 01805-077750 (Rufnummer von piratig korrigiert)

Beste Grüße,

German Free TV Holding GmbH
Ein Unternehmen der ProSiebenSat.1 Media AG

Michael Ostermeier
Kommunikation/PR Entertainment
Redakteur

Medienallee 7 • D-85774 Unterföhring
Tel. +49 (89) 9507-1142 • Fax -91142
Mobil +49 (175) 1815021

Nachdem ZDF, RTL und in den letzten Tagen auch N24 die Piratenpartei thematisiert und diese als “sehr beliebt bei jungen Menschen” bezeichnet, wäre es für ProSieben langsam ratsam, vor dieser Entwicklung die Augen nicht mehr zu verschliessen, um diesen Trend grade als Jugend-Sender nicht zu verpassen.

Update: Wie es aussieht, hat Herr Ostermeier, absichtlich oder nicht, eine falsche Nummer angegeben. Ein weiterer Indiz für die katastrophale Zuschauerfreundlichkeit des Senders ProSieben. Ich habe die Rufnummer korrigiert.

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Sehr geehrter Herr Rothe,

zur “TV total Bundestagswahl 2009″ sind alle Parteien eingeladen, die in

den aktuellen Bundestag gewählt worden sind. Das trifft für die

Piratenpartei leider nicht zu.

Mit freundlichen Grüßen,

German Free TV Holding GmbH

Ein Unternehmen der ProSiebenSat.1 Media AG

Michael Ostermeier

Kommunikation/PR Entertainment

Redakteur

Michael.Ostermeier@ProSiebenSat1.com

www.ProSiebenSat1.com

SPD für Internetsperren aus strategischen Gründen

In der Wähler-Frage-Runde an den Heidelberger Schulen gab der SPD-Kandidat und Bundestagsabgeordnete Lother Binding auf die Frage eines Schülers zum Gesetz zu den Internetsperren gegen kinderpornografische Seiten eine überraschende Antwort:

“Die Sperren sind unwirksam.” Trotzdem hat er dafür gestimmt. “Es gab ein psychologisches Problem. Hätten wir nichts gemacht, hätten viele Leute denken können, dass wir Kinderpornografie unterstützen.”

Also: Genau das, was man befürchtet hat: reine Symbolpolitik.

Klarmachen zum Ändern!

Update: Info aus 1. Hand: Bitte den Kommentar von stein lesen.

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“Die Piratenpartei hat keine Redner”

Dieser Satz wird häufig von Kritikern geäußert, wenn es darum geht, die Piratenpartei auf der medialen Bühne zu präsentieren.

Das dies keineswegs stimmt, zeigt das von N24 am 23.9.2009 ausgestrahlte provokative Interview mit Aaron König. Auch das Tauss-Thema wird zum Vorteil umgemünzt.

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ZDF: Johannes B. Kerner – Piraten bei Sonstigen “vorrangig”

In der Sendung vom Dienstag, den 22.9.2009 wurde bei Kerner eine Probewahl unter Zuschauern durchgeführt.

Die Runde diskutierte über den Wahlkampf und politische Themen.

Zum Thema Twitter und Internet sagte ein Gast:

Aber das Ganze kriegt jetzt auch eine politische Dimension. Die Piratenpartei hat ja mit diesen Themen ganz unmittelbar zu tun. Und da gibt’s Leute, die meinen, die könnten vielleicht doch 1-2% kriegen. Das ist nicht wenig in unserem Land. Und die fehlen dann irgendwo. Also ich meine, die werden in dieses Parlament auf keinen Fall kommen, das ist schon ganz klar, aber wie gesagt, wenn die 1-2% kriegen, dann werden diese 1-2% unter Umständen dann irgendwo fehlen. Im Zweifelsfall denke ich irgendwo bei den großen Volksparteien. Und da ist was in Bewegung auf dem Gebiet, das man ernst nehmen muss, auch in der Politik. So sehr ich meine Distanz habe zu diesem “Geschwätz” (gemeint Twitter), aber das ist ein wichtiges Thema insgesamt. Das Thema Internet und elektronische Kommunikation ist ein wichtiges Thema.

Wie groß war die Verwunderung bei dem Wahlergebniss, denn unter den mit 6,8% aufgeführten Sonstigen waren “vorrangig Piraten”. Man hat das auf den “hohen Anteil von Schülern” bei der Sendung geschoben.

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