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Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung.

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die 6 Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für „Sonstige“ ist nicht möglich.

Die größte bisher unter jungen Menschen durchgeführte Umfrage mit 1,2 Mio Befragten zeigt einen Anteil von 26,6% Stimmen für Parteien außerhalb dieser 6 Parteien. Auch die Jugendwahl 2009 ergab 22,3% für die „kleinen Parteien“. Es werden also Stimmen von 1/4 der Zuschauern, durch das Stimmverfahrenvon ProSieben wegzensiert.

Das ist bereits schon im Vorfeld der Wahlsendung in den täglichen TV Total Sendungen passiert. An Studio-Zuschauer wurden vor jeder Sendung folgende Wahlzettel ausgeteilt:

31467729

Auffallend ist, dass sowohl andere Parteien außer den “großen Sechs”, sowie die Option “Sonstige” gänzlich auf dem Wahlzettel fehlt. Es ist für einen Zuschauer unmöglich, eine Stimme abzugeben, die nicht den “großen Sechs” gilt. Da braucht es nicht zu wundern, dass im Ergebnis das Wahl-O-Meter 100% der Stimmen für diese 6 Parteien anzeigt und den Zuschauern eine wegzensierte Realität vorgaukelt. In einer Sendung haben 2%-3% der Studio-Zuschauer nachweislich ihre Stimme für eine andere zur Wahl am 27.9. 2009 zugelassene Partei abgegeben, das Wahl-O-Meter zeigte trotzdem 100% für die “großen Sechs”.

Besorgte Journalisten in der Pressekonferenz zur Sendung hat Raab mit folgenden Worten beruhigen wollen:

Wir haben einen Koeffizienten errechnet mit dem wir unser Ergebnis, das natürlich demoskopisch nicht die Breite der Gesellschaft widerspiegelt, auf das potentielle Bundestagswahlergebnis umrechnen können.

Heißt das: Wir wissen was rauskommen soll, und deswegen wird das Ergebnis dem Soll angepasst?

Der Vergleich des Wahl-O-Meters (links) mit der Sonntagsfrage (rechts), die vor annährend gleichen Publikum von StudiVZ/MeinVZ durchgeführ wird, zeigt sehr anschaulich den Effekt der Zensurbestrebungen von TV Total:

StudiVZ

Bei TV Total fehlen zwei gewichtige Balken: die dominierende Piratenpartei und die Sonstigen.

Ca. 25% der Zuschauer haben in der Sendung TV Total Bundestagswahl keine Möglichkeit, ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen. ProSieben schließt damit große Teile ihrer Zielgruppe von der Wahl aus.

Im Vergleich dazu Text der Ausschreibung:

Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.

DWDL, ein Brachendienst der deutschen Medienwirtschaft, unterstreicht:

Bei den knappen Wahlergebnissen heutzutage könne eine Sendung wie die “TV Total Bundestagswahl” daher durchaus Einfluss haben auf das Wahlergebnis am Sonntag.

In der Pressemitteilung vom 24.9.2009 stellt Limburg den Anspruch der Sendung klar:

Die Spitzenpolitiker haben bei uns die Möglichkeit, eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Die anschließende Telefonabstimmung ist zwar nicht wissenschaftlich repräsentativ, aber es ist die größte politische Umfrage in Deutschland. Für mich ist entscheidend, dass man Jungwähler damit ansprechen und mobilisieren kann.

Wegen der Medienmacht von ProSiebenSat1 AG (zu der außer ProSieben und Sat1 auch Kabel1, 9Live und N24 gehören), der sehr hohen Zuschauerquote dieser Sendung und der Tatsache, dass sie am Vorabend der Bundestagswahl stattfindet, stellt sich die Frage, ob der Sender hierbei unzulässig in das Stimmverhalten der Wähler eingreift, denn 23 Parteien werden aus „Stimmungsbarometer“ vollkommen ausgeblendet.

Piratig.de verleiht der Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 und Stefan Raab als Produzenten den Deutschen Zensurpreis 2009 in der Kategorie TV-Zensur für die am besten abgesicherte, effektivste Zensurmaßnahme im Jahr 2009, mit dem potenziell größten Einfluss auf die politische Zukunft der Bundesrepublik Deutschland.

Ich gratuliere dem Gewinner und lade ihn, wie gewohnt, zu einem Interview ein.

Hier geht’s weiter: Ein schöner Tag für Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

Update2: Auch Bild.de führt heute eine Raab’sche Last-Minute-Wahlabstimmung durch.

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Kategorien:Uncategorized
  1. Pedääär
    26. September 2009 um 21:41 | #1

    @ Piratig: Bitte nimm den Artikel raus. Stefan hat das Thema Piraten erwähnt, dafür sollte man ihm wirklich RESPEKT zollen.

  2. 26. September 2009 um 21:22 | #3

    @FloH
    Du fragst “Warum also die Piratenpartei?”

    Pro7 selber sagt, es würde alle im Bundestag vertretenen Parteien einladen. Man mag zu dem Verdacht über @tauss stehen wie man will – mit ihm SIND wir Piraten im Bundestag vertreten.

    Im Endeffekt fordern wir nur, dass Pro7 sich an die eigenen Spielregeln hält – und wenn (FSM bewahre) die NPD im Bundestag wäre, würde ICH bei der Regel auch auf eine Einladung der Braunen bestehen.

    Wer Regeln macht muss sich auch dran halten.

  3. 26. September 2009 um 21:14 | #4

    nichts neues im westen.. ^^ hat nichts gebracht alles -.-

  4. Felix
    26. September 2009 um 21:13 | #5

    Neu oder Jungwähler kennen die Piratenpartei.. Entweder wählen Sie sie oder nicht. Durch TvTotal werden Sie sich sicherlich nicht umentscheiden.. Basta

  5. Dave
    26. September 2009 um 21:12 | #6

    Woah, ich guck grad den Raab … grad ist die Piratenpartei zum Thema geworden und die Anwesenden bei Raab überbieten sich gegenseitig dabei, die Piratenpartei überflüssig zu machen ;-)

  6. Felix
    26. September 2009 um 21:11 | #7

    die Piratenpartei wäre bei TVTotal fehl am Platz!!! Das ist genau richtig so wies läuft.. die Großen bekriegen sich und streiten und die Piratenpartei grinst.. ;-)

    Sie wurde doch erwähnt mehr als erwähnt.. und ? das ist doch die beste Werbung die eine Partei bekommen kann.. :-)

  7. Ditoran
    26. September 2009 um 21:08 | #8

    Jetzt wird positiv über die Piraten diskutiert

    • grinspause
      26. September 2009 um 21:15 | #9

      Interessant: Stefan Raab bringt das Thema Piratenpartei extra ein…

  8. Oliver
    26. September 2009 um 20:53 | #10

    Besonders bedenklich finde ich, das in der Erklärung, wie das ganze da funktionieren soll gesagt wurde, und ich zitiere, “Sie können nur die 5 großen Parteien wählen, geben also Ihre Zweitstimme ab”.
    In Anbetracht, das die Sendung sich als Motivation und Entscheidungshilfe für Neu- oder Jungwähler versteht, halt ich diese Erklärung des (TVTotal-)Wahlvorgangs für eine sehr, sehr gefährliche Falschdarstellung.
    Zusammen mit der Behauptung, dass das Ergebnis der TVTotal-Wahl in irgendeiner Form repräsentativ sei stellt das in meinen Augen eine stärke Wahlbeeinflussung dar, als jede Vorabveröffentlichung eines Exit-Polls auf Twitter je sein könnte.
    Der Jungwähler könnte verleitet werden, seine Stimmt doch lieber einer etablierten Partei zu geben, da Stefan Raab ihm gesagt hat, wie es vermutlich ausgeht und die kleinen eh nicht auftauchen.

  9. Daniel
    26. September 2009 um 20:50 | #11

    Da fällt mir auf: Das ganze gespendete und in Ich-Bin-Pirat-Wahlwerbespots bei den Privaten investierte Geld, wäre prima für einen Werbespot _während_ der Pro6-Sendung geeignet gewesen. Dann wäre die Frage, wieso die Piraten da fehlen, auch bei so manchem gleichgeschaltetem Zuschauer aufgekommen.

    • Ditoran
      26. September 2009 um 21:05 | #12

      Vielleicht kommt ja noch ein Piraten-Spot. Warten wir mal ab…

  10. icke
    26. September 2009 um 20:26 | #13

    FloH :
    StudiVZ besteht nur meist aus Leuten U30, deshalb ist die Umfrage genauso repräsentativ wie die TVTotal-Umfrage!
    Zudem sind nicht die NPD und sonstige kleine Parteien eingeladen.
    Warum also die Piratenpartei?

    Na weil das SVZ und MVZ Wahlkampf und nicht -umfragen betreiben ;) Gezielt sich eine Gruppe aussuchen, bei der man weiß was sie wählt und das als repräsentativ verkünden. Da macht Raab genau das gleiche wie S- bzw. MVZ. Das wäre das gleiche, wie wenn man in einen bekannten Nazischuppen geht und sich dann über das Ergebnis wundert. Der einzige Unterschied zw. S-MVZ und Raab: Die unterstützten/unterstützenden Parteien. Raab ist scheinbar gegen Kleinparteien, wenn man den Piraten glauben darf sogar extra gegen die Piraten. Während das S- und MVZ gezielt alles rechts der Mitte ausblendet und die Piraten unterstützt. — Leute, das sind nur Wahlen und ihre mediale Vermarktung – macht euch ma nicht den Kopf so schwer ;) mit euren Protestvotings treibt ihr sämtl. profitierenden Firmen maximal ein dickes Grinsen ins Gesicht – Protest sieht da anders aus.
    Schönen Abend noch mit viel Unterhaltung ;)

  11. Tefnut
    26. September 2009 um 19:53 | #14

    Hmm mir sagte gerade jemand wenn Stefan Raab eine Wirklichkeitsgetreue Umfrage will, aber weder angibt das es sonstige gibt noch Piraten sollte man sich vielleicht eine Partei aussuchen z.b. Linke für die man anruft um so das Ergebniss zu verfälschen. Wäre genauso fies wie es von ihm ist die Piraten wegzulassen ;)
    Einziger Nachteil pro7 wird durch die Anrufe Geld bekommen. Aber es wäre für ihn wohl recht peinlich Protest der anderen Art ;)

  12. jan
    26. September 2009 um 19:44 | #15

    Es ist doch eine wirklich einfach Sache, warum Raab kein Interesse an den Piraten hat. Er weiss sehr wohl, wie viel Stimmen die Piraten erhalten würden, weil seine TV-Zielgruppe sicherlich mehr Piraten-Wähler aufweisen kann, als jede andere Sendung.

    Stefan Raab ist derjenige, der normalerweise “entert”, und er läßt sich ganz einfach ungern seine eigene Sendung “entern”. Und das würde dann entsprechend nämlich passieren.

    Stefan Raab will ernst genommen werden. Er, als derjenige, der die besten Möglichkeiten und Konzepte für Sendungen hat. Es geht ihn darum eine bessere Prognose als die Umfrageinstitute hinzulegen. Wenn die Piraten mit dabei wäre, würde das Ergebnis durch die Aufrufe hier und woanders einfach ad absurdum geführt werden.

    Stefan Raab nutzt seine Sendungskonzepte als eigene PR. So wie er es jetzt tut, dadurch, dass er die Piraten ausschließt, wird dies auch funktionieren. Würde er die Piraten zulassen, wäre es eine PR-Aktion der Piraten, und nichts mehr! Und das Ergebnis welches in der TV-Umfrage erreicht wird, hätte wirklich nichts mit den Ergebnissen morgen zu tun.

    • grinspause
      26. September 2009 um 20:38 | #16

      genau dasselbe denke ich auch. Daran sieht man aber auch folgendes: Hier hat jemand große Angst vor den Piraten. Das geht soweit, dass Stefan sogar seinen Ruf aufs Spiel setzt. Deshalb setzen die Piraten am 27.09. ein klares Zeichen! Denn die Angst ist berechtigt ;-)

  13. Andre
    26. September 2009 um 17:50 | #18

    Sorry, ich bin generell pro Piraten, aber das ist echt lächerlich. Einfach deutlich über das Ziel hinaus.

  14. Hans
    26. September 2009 um 17:07 | #19

    ich habe mir mal die bild.de seite angeschaut. habe nicht gevotet, weil dort auch nicht mal ’sonstigen’ gibt.
    dafür habe ich mich dort angemeldet, um einen kommentar abzugeben, was ich auch getan habe… vor 5 min und bis jetzt nichts… also für mich ein klarer fall von zensur…

    aber was will man von dr bild erwarten…

  15. steffen
    26. September 2009 um 15:21 | #20

    ich finde diese aktion gut und keineswegs lächerlich.

    lächerlich finde ich nur die möchtegernpiraten von cdu, fdp, spd, … die hier vorgeben piraten zu sein und die aktion mit unsachlichen kommentaren zerreisen.

    fakt ist, die meinungsbildung findet in den medien statt und die medien boykottieren und zensieren konsequent die kleinen parteien und beeinflussen somit erheblich die wahl. beim shz ist es ans licht gekommen, aber auch bei den anderen zeitungskonglomeraten ist dies garantiert der fall.

    von daher befinden wir uns noch bei stufe 1 von 4 auf der gandhi skala. wer sich heute objektiv informieren will, muss deshalb ausländische medien bemühen oder die deutschen blogs der kleinen und freien leute lesen.

    es ist schon ziemlich befremdlich, dass die amerikanischen mainstream medien mehr und objektiver über die kleinen parteien berichten als die gleich geschaltete deutsche mainstreampresse.

    http://www.newsweek.com/id/216108
    http://www.reuters.com/article/worldNews/idUSTRE58K17I20090921?pageNumber=2&virtualBrandChannel=11604

    http://news.google.de/news/search?q=cdu (74000)
    http://news.google.de/news/search?q=spd (72000)
    http://news.google.de/news/search?q=fdp (48000)
    http://news.google.de/news/search?q=linke (23000)
    http://news.google.de/news/search?q=gr%C3%BCne (22000)
    http://news.google.de/news/search?q=piratenpartei (1900)
    http://news.google.de/news/search?q=tierschutzpartei (180)
    http://news.google.de/news/search?q=familienpartei (70)

    und die scheingenauigkeit und scheinseriösität der umfrage-institute, die schon beim letzten mal total daneben gelegenhaben, tun ihr übriges:

    http://www.handelsblatt.com/politik/handelsblatt-kommentar/gallup-kritisiert-parteinaehe-deutscher-demoskopen%3B962350
    http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=de&cccpage=04092009ArtikelPolitikWeiss1Dossier

  16. Torsten
    26. September 2009 um 15:02 | #21

    Alexander Burger :Hallo,im tvtotal Forum auf der website von tvtotal wurde mitgeteilt, dass Raab als Musikproduzent die Piraten nicht mag. Das soll wohl der Hauptgrund dafür sein.

    Das klingt unwahrscheinlich. Hast Du einen Link dazu?

  17. LeChuck
    26. September 2009 um 14:56 | #22

    Die Art der Gehirnwäsche von Medienmonopolen ist kriminell und extrem effizient. (Siehe einige Kommentare) Was ist an dem Wort DEMOkratie nicht zu verstehen? Vgl.: Wikipedia: Plutokratie

  18. 26. September 2009 um 14:44 | #23

    Bild.de ist ja herrlich. Nur die 5(6) grossen Parteien und auch noch ein “ENDET: 28.09.2009″, so dass die Onlinebefragung eh voll fürn Eimer ist.
    Was das Thema “deutscher Zensurpreis” angeht so ist Roderich Egeler als Bundeswahlleiter wesentlich schädlicher gewesen als Raab. Man vergisst nur so schnell.

  19. marc
    26. September 2009 um 14:00 | #25

    euer berechtigtes ärgernis über das fehlen der piraten oder zumindest der “sonstigen” bei raab in ehren… aber langsam wirds lächerlich hier. skandal, zensurpreis, etc., wer soll das denn in dieser form ernst nehmen? klingt nach kleinen, heulenden, beleidigten kindern.

    • piratig
      26. September 2009 um 14:03 | #26

      Nun, Stuttgargarter Nachrichten und auch einige Journalisten in der Pressekonferenz schienen es durchaus ernst zu nehmen. Manchmal muss man mit schlagkräftigen Headlines arbeiten, um im Rummel des Wahlkampfes wahrgenommen zu werden.

  20. Erika Mustermann
    26. September 2009 um 13:30 | #27

    Wenn man schon stolz “Updatet”, dass die Stuttgarter Nachrichten sich auch des Themas annimmt, dann sollte man sich auch mal deren Wahlumfrage ansehen.
    Scheinbar misst man bei den Piraten mit verschiedenen Maßstäben.
    Wie sieht es nun mit dem Zensurpreis für die Stuttgarter Nachrichten aus?
    Oder ist es schon Innovativ, dass diese zusätzlich (im Gegensatz zu Raab) die Option “Wähle nicht” haben.
    Ich bin immer wieder erstaunt über die Inkonsequenz der Piratenanhänger, die es nicht mal schaffen, die kleinsten Forderungen auch selbst anderen zuzugestehen, bzw. selbst zu erfüllen.

    • piratig
      26. September 2009 um 14:00 | #28

      Leider kann der Deutsche Zensurpreis in der Kategorie TV-Zensur nur einem TV Programm/Sender oder einem TV-Persönlichkeit vergeben werden. Aber ich nehme gerne Deinen Vorschlag für den Zensurpreis in der Kategorie Presse an, sollte sich deine Behauptung als wahr herausstellen, Frau Mustermann mit der Nix-Email-Adresse.

      • Erika Mustermann
        26. September 2009 um 20:40 | #29

        > Frau Mustermann mit der Nix-Email-Adresse.

        Da man hier gerade mal wieder Sieht, wie man mit persönlichen Daten Umgeht bei den Piraten, wenn jemand nicht der Meinung ist, werde ich Erika Mustermann mit einer “Nix-Email-Adresse” bleiben.
        Wie wäre es mal mit dem Lesen des eigenen Wahlprogramm?
        Wie heißt es da:
        >Informationelle Selbstbestimmung
        >Das Recht des Einzelnen, die Verwendung seiner persönlichen
        >Daten zu kontrollieren, muss gestärkt werden.
        –> http://www.ich-bin-pirat.de/wahlprogramm.htm#Informationelle_Selbstbestimmung

        Hier scheint man davon ja nicht viel zu halten. Wie schon an anderer Stelle Piraten es bewiesen haben, was Sie von Ihren eigenen Partei- und Wahlprogramm halten, nämlich “nix”.

        >was soll diese Polemik? Auch bei den SN kann man für
        >„sonstige“ stimmen! Erst lesen, dann schreien. *kopfschüttel*

        Was heißt Polemik?
        Sonstige, was soll das sein? Die Piraten oder die NPD oder ist das das Gleiche (Das war jetzt Polemik).
        Es ist nun mal so, dass die Auswahl an “realen Parteien” bei der SN auch sehr beschränkt ist.
        Aber da diese die Auswahl von Raab beanstandet wird darüber einfach mal hinweg gesehen.
        Das ist genau das, was ich als “Objektiv und Sachlich” sehe (Achtung wieder Polemik).
        Wenn ich denke, dass dies die Art ist, wie die Piraten evtl. mal als Abgeordnete auf Grund von, wie heißt das noch “objektive, sachliche Entscheidungen” vornehmen werden. Bisher war das Verhalten der Piraten nicht “Objektiv und Sachlich”, dass zeigt schon diese FlashMob-Aktionen. Das ist also das Versändnis von Freiheit, die Freiheit der Anderen niederbrüllen. Wenn es nur “eine” Freiheit gibt, die Akzeptiert wird, nennt sich das Diktatur. Und ich will weder von einer Kommunistischen, Faschistischen oder Internet Diktatur bevormundet werden.

    • grinspause
      26. September 2009 um 14:57 | #30

      was soll diese Polemik? Auch bei den SN kann man für “sonstige” stimmen! Erst lesen, dann schreien. *kopfschüttel*

  21. Anonym
    26. September 2009 um 12:53 | #31

    Ich weiß, dass wir mitd em Vorschlag ProSieben Geld bescheren aber würden wir Stefans ehrgeizigem Ziel ein möglichst korrektes Ergebnis vorherzusagen und damit auch ihm persönlich nicht am meisten Schaden, wenn wir geschlossen für die Linken abstimmen? 20-30% oder mehr für Linke würde die Prognose ad absurdum führen und die Verantwortlichen sollten wissen woran es lag. Alternativ könnten es auch die Grünen sein.

  22. 26. September 2009 um 12:43 | #32

    Yeeaah! Von Zensur schimpfen, aber Kommentare moderieren! Geil!

    • piratig
      26. September 2009 um 13:54 | #33

      Was meinst du damit? Was genau ist dein Vorwurf?

  23. Lahmachun
    26. September 2009 um 12:40 | #34

    Ich schlage auch noch Bild.de als Preisträger vor.
    In ihrer sog. “Last-Minute-Abstimmung” wird gefragt, wen die Leser am Sonntag wählen werden.
    Keine Überraschung ist dabei, dass man nur die Wahl zwischen CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke hat. Auch hier keine Möglichkeit, Piratenpartei oder Sonstige zu wählen.
    Link zum Voting:
    http://www.bild.de/BILD/politik/2009/09/26/bundestagwahl/bild-leser-verraten-wem-sie-ihre-stimme-geben.html

  24. Alexander Burger
    26. September 2009 um 12:23 | #35

    Hallo,

    im tvtotal Forum auf der website von tvtotal wurde mitgeteilt, dass Raab als Musikproduzent die Piraten nicht mag. Das soll wohl der Hauptgrund dafür sein. Er würde niemals die Piraten, die Raubkopien von Musikstücken legalisieren möchten und damit die Musiker um ihren Broterwerb bringen, supporten.

    Stimmt schon: Musiker hassen meist die Piraten wegen derer Ziele. Und die meisten Musiker sind arme Hunde. Denen wird dann auch noch das letzte Hemd ausgezogen, wenn die Ziele der Piraten Realität werden.

    Gruß
    Alex

    • Alexander Burger
      26. September 2009 um 12:34 | #36

      Hallo,

      noch eine Anmerkung: mein Tipp: gebt den Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen. U. a. die Künstler wären dann versorgt und würden vermutlich liebend gerne ihre meiste Kunst verschenken. Die meisten Künstler sind Getriebene. Die können nicht anders, als ihre Kunst leben. Nur müssen die halt auch von etwas leben. 99 Prozent aller Künstler leben nahe der Armutsgrenze. Die paar Erfolgreichen, die jeder kennt, sind die absolute Ausnahme.

      Gruß
      Alex

    • karli
      26. September 2009 um 12:40 | #37

      Das ist grundsätzlich falsch, wenn die Pläne der Piraten real werden, dann können sich diejenigen die den Künstlern derzeit das Hemd ausziehen warm anziehen. Es geht den Piraten mitunter auch darum die Künstler zu supporten und gemeinsam mit ihnen Möglichkeiten zu entwickeln die beide Seiten zufrieden stellt (Konsument und Produzent). – Die kleinen Künstler werden derzeit von der GEMA und den großen Labels in den Ruin getrieben. – Nicht umsonst gibt es genügend kleinere Künstler die die Piraten unterstützen.
      Lies dir das Wahlprogramm durch oder höre dir den Podcast zum Wahlprogramm an, aber informiere dich bitte!

    • JT666
      26. September 2009 um 12:42 | #38

      Die Musiker, die sich bisher von den großen Musiklabels ausbeuten haben lassen, sehen das anders! Wer die Piraten fürchtet: die Labelbosse!

  25. Sajut
    26. September 2009 um 12:15 | #39

    Ich sehe hier ehrlich gesagt keine wirkliche Zensur.
    Es ist wie der “Werbetext” zu dieser Sendung schon sagt ein “Stimmungbarometer”, das überwiegend zeigen sollt wie die Stimmenverteilung unter den 6 großen Parteien ist. Anhand welcher man auch spekulieren könnte welche möglichen Koalitionen am sinnvollsten wären. Schließlich wollen wir nach der Wahl morgen auch irgendwie eine Regierungsfähige Koalition bekommen und nicht 10 kleinstparteien die dann irgendwas zamfuhrwerken.
    Und zu hoffen die Piraten würden nach dieser Wahl schon in einer Koalition mitmischen ist dann wohl doch etwas abgehoben, die Piraten können froh sein wenn sie in der Opposition mitmischen können, dies wird schwer genug, trotz der vielen Unterstützer

  26. me
    26. September 2009 um 11:58 | #40

    Nur ne Kleinigkeit: “Wegen der Medienmacht von ProSiebenSat1 AG (zu der außer ProSieben und Sat1 auch Kanal1 und N24 gehören),…” du meintest sicherlich “Kabel eins”. Abgesehen davon wurde vor ein paar Jahren auch “9Live” dazu gekauft.
    In den Kommentaren bei TV Total wird auch angesprochen, dass die Piraten oder zumindest allgemein die “Sonstigen” fehlen. Ich frag mich allerdings, ob die Kommentare überhaupt von ProSieben gelesen oder ernst genommen werden (letzteres wäre auch zu schön)… Es wäre sicherlich keine große Sache gewesen, den Punkt “Sonstige” hinzuzufügen.

  27. Georg
    26. September 2009 um 11:57 | #41

    Bei Raab wird doch meistens auch per SMS abgestimmt. (Schicken Sie A an die xxxxx) Das Bedeutet doch wir können einfach trotzdem abstimmen. 6 Parteien sind weg also A B C D E F … Schicken wir doch einfach alle G als SMS an xxxxxx …

    Oder sollten wir vielleicht “P” schicken? :D

    PS: Andererseits halte ich eigentlich garnichts davon Raab 40ct. pro SMS zu schenken.

  28. Marc
    26. September 2009 um 11:55 | #42

    Du solltest dir ganz schnell ein neues Hobby suchen, des es wird nur noch peinlich, wie du die Dinge verdrehst – und dich und die gesamte Partei damit unglaubwürdig machst.
    Dass ProSieben selber entscheiden kann, wen sie einladen und dass eine Wahlsendung IMMER eine Auswahl an Parteien beinhaltet, wurde zu genüpge erwaehnt.

    Neue Peinlichkeiten von dir sind jetzt aber, den schon lange überholten Studi-VZ Poll mit dem höchsten Piratenwert rauszukramen (anstelle des Zeitnahesten) und auch ganz einfach die Tatsache zu ignorieren dass innerhalb der Piratenpartei gezielt nach Stimmen bei StudiVZ geworben wurde – das Ergebnis dort also absolut GAR NICHTS aussagt.

    So wie du agierst, wird die Piratenpartei nur als Kinderpartei wahrgenommen und unwaehlbar.

    • piratig
      26. September 2009 um 12:09 | #43

      Nein, das ist das Egebnis der letzten und aktuellen Sonntagsfrage bei StudiVZ, die auch auf der Homepage von StudiVZ sichtbar ist.

      • FloH
        26. September 2009 um 13:37 | #44

        StudiVZ besteht nur meist aus Leuten U30, deshalb ist die Umfrage genauso repräsentativ wie die TVTotal-Umfrage!
        Zudem sind nicht die NPD und sonstige kleine Parteien eingeladen.
        Warum also die Piratenpartei?

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