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Archiv für September 2009

#EnterDenRaab Ein schöner Tag für Stefan Raab

27. September 2009 30 Kommentare

Gestern ist sehr viel um Stefan Raab passiert. Er hat es geschafft, die Piratenpartei in seine Wahlsendung „TV Total Bundestagswahl 2009″ nicht einzuladen und auch eine Raab’sche Abstimmung (d.h. Abstimmung für die „großen Sechs“ Parteien, ohne eine Möglichkeit für eine andere Partei oder auch Sonstige zu stimmen) gegen jede Vernunft durchzuführen. Mit dem resultierenden Ergebnis (26% für die CDU, 21% für die Linke und 18% für SPD) hat er die „Spitzenpolitiker“ der „Volksparteien“ und Peter Limburg bis aufs Knochen blamiert, also alles im Sinne des Erstwählerchecks.

Hey, er hat vielleicht den Deutschen Fernsehpreis für „Schlag den Raab“ nicht bekommen, dafür aber den Deutschen Zeunsurpreis in der Kategorie TV-Zensur.

Und zumindest eine der Aktionen mit Raab drin scheint richtig erfolgreich gewesen zu sein: #EnterDenRaab :)

Klarmachen zum Ändern! Piraten wählen gehen!

Macht mit bei folgenden Umfragen:

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Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

26. September 2009 78 Kommentare

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung.

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die 6 Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für „Sonstige“ ist nicht möglich.

Die größte bisher unter jungen Menschen durchgeführte Umfrage mit 1,2 Mio Befragten zeigt einen Anteil von 26,6% Stimmen für Parteien außerhalb dieser 6 Parteien. Auch die Jugendwahl 2009 ergab 22,3% für die „kleinen Parteien“. Es werden also Stimmen von 1/4 der Zuschauern, durch das Stimmverfahrenvon ProSieben wegzensiert.

Das ist bereits schon im Vorfeld der Wahlsendung in den täglichen TV Total Sendungen passiert. An Studio-Zuschauer wurden vor jeder Sendung folgende Wahlzettel ausgeteilt:

31467729

Auffallend ist, dass sowohl andere Parteien außer den „großen Sechs“, sowie die Option „Sonstige“ gänzlich auf dem Wahlzettel fehlt. Es ist für einen Zuschauer unmöglich, eine Stimme abzugeben, die nicht den „großen Sechs“ gilt. Da braucht es nicht zu wundern, dass im Ergebnis das Wahl-O-Meter 100% der Stimmen für diese 6 Parteien anzeigt und den Zuschauern eine wegzensierte Realität vorgaukelt. In einer Sendung haben 2%-3% der Studio-Zuschauer nachweislich ihre Stimme für eine andere zur Wahl am 27.9. 2009 zugelassene Partei abgegeben, das Wahl-O-Meter zeigte trotzdem 100% für die „großen Sechs“.

Besorgte Journalisten in der Pressekonferenz zur Sendung hat Raab mit folgenden Worten beruhigen wollen:

Wir haben einen Koeffizienten errechnet mit dem wir unser Ergebnis, das natürlich demoskopisch nicht die Breite der Gesellschaft widerspiegelt, auf das potentielle Bundestagswahlergebnis umrechnen können.

Heißt das: Wir wissen was rauskommen soll, und deswegen wird das Ergebnis dem Soll angepasst?

Der Vergleich des Wahl-O-Meters (links) mit der Sonntagsfrage (rechts), die vor annährend gleichen Publikum von StudiVZ/MeinVZ durchgeführ wird, zeigt sehr anschaulich den Effekt der Zensurbestrebungen von TV Total:

StudiVZ

Bei TV Total fehlen zwei gewichtige Balken: die dominierende Piratenpartei und die Sonstigen.

Ca. 25% der Zuschauer haben in der Sendung TV Total Bundestagswahl keine Möglichkeit, ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen. ProSieben schließt damit große Teile ihrer Zielgruppe von der Wahl aus.

Im Vergleich dazu Text der Ausschreibung:

Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.

DWDL, ein Brachendienst der deutschen Medienwirtschaft, unterstreicht:

Bei den knappen Wahlergebnissen heutzutage könne eine Sendung wie die „TV Total Bundestagswahl“ daher durchaus Einfluss haben auf das Wahlergebnis am Sonntag.

In der Pressemitteilung vom 24.9.2009 stellt Limburg den Anspruch der Sendung klar:

Die Spitzenpolitiker haben bei uns die Möglichkeit, eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Die anschließende Telefonabstimmung ist zwar nicht wissenschaftlich repräsentativ, aber es ist die größte politische Umfrage in Deutschland. Für mich ist entscheidend, dass man Jungwähler damit ansprechen und mobilisieren kann.

Wegen der Medienmacht von ProSiebenSat1 AG (zu der außer ProSieben und Sat1 auch Kabel1, 9Live und N24 gehören), der sehr hohen Zuschauerquote dieser Sendung und der Tatsache, dass sie am Vorabend der Bundestagswahl stattfindet, stellt sich die Frage, ob der Sender hierbei unzulässig in das Stimmverhalten der Wähler eingreift, denn 23 Parteien werden aus „Stimmungsbarometer“ vollkommen ausgeblendet.

Piratig.de verleiht der Sendung TV Total Bundestagswahl 2009 und Stefan Raab als Produzenten den Deutschen Zensurpreis 2009 in der Kategorie TV-Zensur für die am besten abgesicherte, effektivste Zensurmaßnahme im Jahr 2009, mit dem potenziell größten Einfluss auf die politische Zukunft der Bundesrepublik Deutschland.

Ich gratuliere dem Gewinner und lade ihn, wie gewohnt, zu einem Interview ein.

Hier geht’s weiter: Ein schöner Tag für Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

Update2: Auch Bild.de führt heute eine Raab’sche Last-Minute-Wahlabstimmung durch.

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Kategorien:Uncategorized

Überläufer aus der CDU, FDP und der Linken gesucht

25. September 2009 8 Kommentare

Liebe Leser,

in den letzten Wochen und Monaten sind prominente ehemalige oder aktuelle Mitglieder der Grünen und SPD in die Piratenpartei eingetreten, bzw. haben Wahlempfehlungen für diese Partei ausgesprochen.

Piratig sucht nun Überläufer aus den Parteien CDU, FDP und der Linken. Meldet euch so schnell wie möglich. Der erste nachweisbare Überläufer aus jeder dieser Parteien bekommt als Gewinn ein Interview mit Piratig.

Es zählen auch aktuelle Mitglieder dieser Parteien, die bei der Bundestagswahl am Sonntag die Piratenpartei wählen werden.

Bitte melden unten in den Kommentaren oder übers Kontaktformular.

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Überläufer aus der #CDU, #FDP und der Linken gesucht – bitte melden: http://wp.me/pBJT0-lu  mach mit und RT #Piratenpartei #btw09

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Offener Brief der Piratenpartei NRW an Raab #EnterDenRaab

25. September 2009 23 Kommentare

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Heute hat die Piratenpartei Nordrhein-Westfalen ihren offenen Brief an Raab veröffentlicht:

Lieber Stefan Raab,

als Landespressersprecher der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen ich muss Dich wirklich um Entschuldigung bitten. Hatten doch gestern nachmittag bei der Aufzeichnung von TV total in Köln Anhänger der Piratenpartei gefälschte Stimmzettel für die tägliche Wahl-o-Meter-Abstimmung unters Stimmvolk gebracht! Und warum? Nur, weil sie mit den von Dir für das Studiopublikum vorgegebenen Stimmzetteln nicht einverstanden waren? Nur, weil sie den Wählern ermöglichen wollten, auch für die Piratenpartei zu stimmen oder gar für »Sonstige«? Was für eine kindische Begründung! Was für eine kindische Aktion! Davon distanziert sich die Piratenpartei Deutschland ausdrücklich.

Denn die Piratenpartei akzeptiert selbstverständlich, dass Du es bist, der TV total fest in der Hand hat und die Regeln bestimmst. Daher ist es natürlich Dein gutes Recht, in Deiner Weisheit festzulegen, welche Parteien auf dem PRO7-Stimmzettel zu stehen haben und welche nicht. Wenn Du meinst, dass fünf Parteien ausreichen, dann ist das ganz bestimmt gut und richtig so. Schließlich haben die meisten Menschen Schwierigkeiten damit, mehr als fünf Dinge gleichzeitig zu überblicken. Fünf ist also eine gute Wahl. Du tust dem deutschen Fernsehvolk einen großen Gefallen, weil Du die Politik übersichtlich machst.

Wird das am Sonntag ein Erschrecken geben, wenn die Leute auf dem echten Wahlzettel nicht nur fünf, sondern viermal so viel sehen! Wie soll man sich denn da entscheiden? Wie gut haben es TV-total-Gucker, die sich am Wahl-o-Meter mit seinen übersichtlichen fünf Parteien orientieren können: einfach die Lieblingspartei auf dem Wahlzettel raussuchen, ankreuzen, fertig.

Ich finde, bei der echten Bundestagswahl sollte es genauso sein. Fünf Parteien – und gut. Damit kommt der Bürger klar. Und das schont die Umwelt, weil weniger Bäume für lange Stimmzettel sterben müssen.

Danke Stefan, dass Du Politik wieder einfach und übersichtlich machst! Danke, dass Du mit dem Parteienwirrwarr aufräumst! Danke, dass Du Dich auf die fünf Parteien beschränkst, die sich in den letzten 60 Jahren im Westen wie im Osten unserer Republik durch kluges Handeln in Regierungsverantwortung oder Opposition bewährt haben – erfahrene Parteien, deren Politik von Jahr zu Jahr besser wird. Diesen Parteien und diesen Politikern geben wir gern und vertrauensvoll auch weiterhin uns und unsere Zukunft in die Hand.

Ich fürchte nur, einige Wähler werden sich trotz Deiner Bemühungen nicht davon abhalten lassen, der Piratenpartei ihre Stimme zu geben. Das können natürlich nur Leute sein, die nicht TV total geguckt oder trotz Guckens die Sache mit den Großen Fünf nicht verstanden haben. Vielleicht kommt die Piratenpartei sogar in den Bundestag. Wäre das nicht schrecklich? Denn dann ginge es in der Politik ja auch mal um Bürgerrechte statt nur um die Worthülse gleichen Namens. Dann säßen im Bundestag Politiker, die verstanden haben, wie junge Leute denken und fühlen, denen das Internet ein zweites Zuhause ist. Nicht auszudenken! Und das Schlimmste: Du brauchtest für »TV total Bundestagswahl 2013« neue Stimmzettel.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Klute

Piratenpartei Deutschland
Landespressestelle NRW
Rainer Klute
Körner Grund 24
44143 Dortmund

Telefon: 0231 / 5349422
Mobil: 0172 / 2324824
E-Mail: presse@piratenpartei-nrw.de

Web: http://www.piratenpartei-nrw.de/

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Offener Brief der #Piratenpartei NRW an #Raab #EnterDenRaab http://wp.me/pBJT0-lp  Please RT #Piraten #ProSieben #btw09

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Input gesucht: Der Gleichschaltungssender #EnterDenRaab

25. September 2009 22 Kommentare

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für „Sonstige“ ist nicht möglich.

Wie ich im Artikel „ProSieben ein Fall für OSZE?“ darlegte, wird dadurch die politische Stimmung von ca. 1/4 der jungen Wähler nicht wiedergegeben.

In der Pressekonferenz am 24.9.2009 stellte Limburg klar:

„Es wird eine härtere Auseinandersetzung als beim TV-Duell, weil es die letzte Chance die Parteien ist, noch einmal ihre Wähler zu mobilisieren“.

Augenscheinlich soll die Sendung nicht das Ziel verfolgen, die Stimmung der jungen Generation zu ergründen, sondern wird als Wahlwerbeveranstaltung der sechs etablierten Parteien vor dem jungen Publikum begriffen.

Das Demokratieverständnis von ProSieben scheint also zu sein:

Es geht nicht darum, dass die Politik sich an den Willen des Wählers anpasst, der frei zwischen Parteien und deren Programmen auswählen kann, sondern der Wähler soll sich an die Meinung einer der ihm vorgegebenen Parteien anpassen.

Stefan Raab ist dafür bekannt, für andere Sender witzige, einprägsame Namen zu verwenden (Beispiel „der Busensender“ für RTL2). Ich schlage vor, auch für ProSieben solch einen Namen zu finden. Mein Vorschlag wäre „der Gleichschaltungssender“.

Schreibt eure Vorschläge heute in den Kommentaren. Morgen stimmen wir darüber ab.

Hier geht’s weiter mit: Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

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ProSieben ein Fall für OSZE?

25. September 2009 37 Kommentare

Diese Aktion hat inzwischen über 9.000 Unterstützer. Mach mit!

Stefan Raab veranstaltet am Vorabend der Wahl die Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″, in der die Zuschauer für die eingeladenen Parteien per SMS abstimmen können.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Die Sendung wurde 2005 von 29% der Deutschen in der Altersgruppe U30 geschaut.

Aber: Während der Sendung können die Zuschauer nur für die Parteien CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen und die Linke ihre Stimme abgeben, Stimmabgabe für eine andere der 23 zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien oder allgemein für „Sonstige“ ist nicht möglich (siehe: Pressekonferenz) . Die Demokratieverträglichkeit einer solchen „Wahl“ wird eindrucksvoll durch den durchgeleakten TV Total Wahlzettel vorgeführt:

31467729

Die größte bisher unter jungen Menschen durchgeführte Umfrage mit 1,2 Mio Befragten zeigt einen Anteil von 26,6% Stimmen für Parteien außerhalb dieser 6 Parteien. Auch die Jugendwahl 2009 ergan 22,3% für die „kleinen Parteien“.

ProSieben schließt damit große Teile ihrer Zielgruppe von der Wahl aus. Oder geht es bei der Sendung nicht darum, die Stimmung der jungen Menschen zu ergründen, sondern darum, diese Wähler von den „großen Sechs“ zu überzeugen?

Wegen der Medienmacht von ProSieben, der sehr hohen Zuschauerquote dieser Sendung und der Tatsache, dass sie am Vorabend der Bundestagswahl stattfindet, stellt sich die Frage, ob der Sender hierbei unzulässig in das Stimmverhalten der Wähler eingreift, denn 23 Parteien werden aus „Stimmungsbarometer“ vollkommen ausgeblendet.

Im Twitter wurden Stimmen laut, ob dies nicht ein Fall für die Wahlbeobachter von OSZE ist. Ein gutes Beispiel für die mediale Ungleichbehandlung politischer Parteien im Vorfeld der Wahlen.

Stimmt bitte ab:

Ihr könnt diese Umfrage auf eurer Website oder Blog einbinden:

<script type="text/javascript" language="javascript"
  src="http://static.polldaddy.com/p/2037183.js"></script>

Update: Ein schöner Bildbeitrag dazu von kruppzeuch (Thx):

Hier gehts weiter mit: Input gesucht: Der Gleichschaltungssender und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Wahlmanipulation bei TV Total? #EnterDenRaab

25. September 2009 148 Kommentare

Am Donnerstag, den 24.9.2009 besuchte eine Gruppe von 3 Piratenpartei-Sympathisanten als Studio-Zuschauer die Aufzeichnung der Sendung TV Total. Sie wussten bereits von dem skandalösen TV Total Wahlzettel, denn sie haben die Sendung bereits am Dienstag besucht:

31467729

Dieser Wahlzettel wird vor jeder TV Total Sendung an die Zuschauer verteilt, für die tägliche Wahl-O-Meter Abstimmung. Es fehlt eine Möglichkeit für eine andere Partei zu stimmen, als die vorgegebenen CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Grüne, Die Linke. Für sonstige zur Bundestagswahl stehende Parteien (immerhin 23) kann mit diesem Wahlzettel keine Stimme abgegeben werden. Da ist es auch kein Wunder, dass das TV Total Wahl-O-Meter immer 100% für die 6 obigen Parteien zeigt.

Doch diesmal waren die Drei gut vorbereitet. Sie haben ca. 100 demokratischere, um zwei Zeilen erweiterte Wahlzettel angefertigt, die Sie an Zuschauer vor dem Studio verteilt haben:

31637394

Alle „demokratischen“ Wahlzettel wurden von Zuschauern gern angenommen. Die Drei haben mit ihnen geredet und einige von ihnen wollten auch die Stimme im Studio mit diesem Zettel für die Piratenpartei abgeben. Die Drei haben mit zwei Mitgliedern der Piratenpartei, die sie vor der Sendung getroffen haben, natürlich für die Piratenpartei gestimmt. Das sind fünf sichere Stimmen für die Piratenpartei, unter den 150-250 Zuschauern immerhin 2-3% der Stimmen, die Stimmen der Zuschauer für die Piratenpartei oder für „Sonstige“ nicht miteingerechnet.

zettel3

Zwischendurch hat Raab mit Limburg geplaudert, von TV Total Bundestagswahl 2009 geschwärmt, sie als die größte und genaueste Wahlumfrage in dieser Wahlperiode bezeichnet.

Doch wie erstaunt waren die Drei, als in dem Wahl-O-Meter am Ende der Sendung weder ein Balken für die Piratenpartei noch ein Balken für Sonstige auftauchte. Mehr noch: Das Wahl-O-Meter zeigte folgende Stimmenanteile: CDU/CSU 33,9%, SPD 23,9%, FDP 14,4%, Grüne 15,6%, Die Linke 12,2%. D.h. die Summe der Prozentanteile für die Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne und Die Linke ergab 100%.

Es wurden auch keine Stimmen für Piratenpartei oder Sonstige weder von Stefan Raab noch von dem eingeladenen Peter Limburg während der Ergebnisverkündung erwähnt. Ich zitiere: „Kein Sterbenswörtchen“.

Ich frage: Wie ist das möglich? Wie ist das zu erklären? Wo sind unsere Stimmen geblieben? Stimmen von legitimen Zuschauern für eine legitime am 27.9.2009 zur Wahl stehende Partei. Wer und wieso hat sie unter den Tisch fallen lassen?

Da klingen die Abschiedsworte von Herrn Limburg wie ein blanker Hohn:

Und wir wollen natürlich, dass möglichst viele Leute wählen gehen. Deswegen machen wir den ganzen Spaß ja auch.

100_2142

Vorbereitungen der GENIALEN Aktion. Meine Gratulation Jungs!

Hier geht es weiter: ProSieben ein Fall für OSZE? und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update2: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Piratenpartei hat 9.000 Mitglieder

25. September 2009 15 Kommentare

Noch vor ein paar Tagen habe ich hier von 8.000 Mitgliedern bei der Piratenpartei berichtet. Da wurde mir vorgeworfen, ich wäre vorschnell, weil Wiki diese Zahl noch nicht anzeigte, obwohl ich von mehreren LV wußte, dass Sie schon erreicht ist.

Und heute Nacht haben die Piraten die Marke 9.000 Mitglieder erreicht.
Glaubt ihr 10.000 sind noch vor der Wahl möglich?

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Kategorien:Piratenpartei, Wahlen

Pressekonferenz: TV Total Bundestagswahl ohne Piraten

24. September 2009 52 Kommentare

Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

Bei der heutigen Pressekonferenz erklärt Peter Limbourg auf Nachfrage eines Journalisten, wieso die Piratenpartei nicht eingeladen wurde:

Wir haben klar gesagt: Wir wollen die Parteien einladen, die im Bundestag vertreten sind. Wir können nicht nach Schätzungen gehen, wer vielleicht eine Chance hat und wer nicht. Dann müssten wir auch alle anderen die noch kandidieren, z.B. die Bibeltreuen Christen oder die Violetten, einladen. (Quelle: DWDL.de)

Es ist insofern bizarr, dass die Sendung sich an Zuscher U30 richtet und die Schwerpunkte der Diskussionsrunde sich um die Themen Bildung und Internet drehen sollen.

„Am Ende steht der nicht ganz repräsentative „TV total Bundestag“ als wichtiges und direktes Stimmungsbarometer der jungen Menschen in Deutschland fest.“, so Text der Ausschreibung. „Als erfolgreichster TV-Sender der jungen Mediengeneration will ProSieben genau diese Altersgruppe motivieren, von ihrem Wahlrecht als wichtigstem Instrument der Demokratie Gebrauch zu machen.“

Eine Stimmabgabe für eine andere Partei als CDU/CSU, SPD, FDP, die Gründen oder die Linke ist nicht vorgesehen. Auch eine Stimme für „Sonstige“ ist nicht möglich. Ginge es nach dem Willen von ProSieben dürfte der Wähler keinen neuen Bundestag wählen, sondern lediglich den alten Bundestag bestätigen. Tiefe Einsichten in das Demokratieverständnis von ProSieben bietet mein Gespräch mit Michael Ostermann, dem Presseprecher von ProSieben, sowie der durchgeleakte TV Total Wahlzettel, der an die Studio-Zuschauer vor jeder Sendung ausgeteilt wird:

31467729

Wieso eine Stimmabgabe für „Sonstige“ ausgeschlossen wird, bleibt weiterhin ungeklärt.

Update: Besorgte Journalisten hat Raab mit folgenden Worten beruhigen wollen:

Wir haben einen Koeffizienten errechnet mit dem wir unser Ergebnis, das natürlich demoskopisch nicht die Breite der Gesellschaft widerspiegelt, auf das potentielle Bundestagswahlergebnis umrechnen können.  (Quelle: DWDL.de)

Heißt das: Wenn die Abstimmung nicht dem gewollten Soll-Ergebnis entspricht, werden die Anteile der Parteien so angepasst, dass das rauskommt, was rauskommen soll?

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

Hier geht’s weiter mit: ProSieben ein Fall für OSZE? und Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab

Update: In der Zwischenzeit berichten Stuttgarter Nachrichten über dieses Thema.

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Die große #EnterDenRaab Fax-Aktion

24. September 2009 40 Kommentare

EnterDenRaab3Update: Aktion erfolgreich beendet, hier weitere Infos:
ProSieben ein Fall für OSZE?

Der Deutsche Zensurpreis geht an Stefan Raab
Ein schöner Tag für Stefan Raab

ProSieben hat in dem von DWLD durchgeführten Test der Zuschauerredaktion als schlechtester unter den untersuchten Sendern katastrophal abgeschnitten. Die Emails der Zuschauer werden nicht beantwortet, womöglich nicht wahrgenommen, ähnlich wahrscheinlich Kommentare in den Foren.

Es besteht nach wie vor keine Möglichkeit, bei der Wahlsendung „TV Total Bundestagswahl 2009″ für eine andere Partei als CDU/CSU, SPD, FDP, die Grünen oder die Linke abzustimmen. Das inzwischen geleakte TV Total Wahlzettel, der an Studio-Zuschauer ausgeteilt wird, zeigt sehr anschaulich das Demokratieverständnis von ProSieben. Auch mein Gespräch mit dem Pressesprecher von ProSieben gibt weitere Einsichten.

Deswegen schreiben und schicken wir alle heute ein Fax an ProSieben, Brainpool und Allendorf-Riehl (das Management von Stefan Raab). Eine Email ist schnell gelöscht, weggefiltert. „Das sind ein paar Kids die da sitzen und den ganzen Tag komische Emails an ProSieben schicken“. Fax-Nachrichten aus allen teilen Deutschland sprechen eine andere Sprache, sie zeigen wie groß das Interesse der Zuschauer für die Piratenpartei ist und werden in Büros prinzipiell gelesen. Wir schicken alle an einem Tag Faxe raus und bringen die Faxgeräte des Senders zum Glühen. Wir versorgen sie mit Hunderten von Gründen für die Piratenpartei bei der Sendung „TV Total Bundestagswahl 2009″ in einer für Internetausdrucker leicht verdaulichen Form: schon ausgedruckt.

Wir fordern

Also:

Schreibt wieso die Piratenpartei in die Abstimmung aufgenommen und in die Wahlsendung eingeladen werden soll und raus per Fax damit. Ihr braucht kein eigenes Fax-Gerät, viele Freemailer und Online-Portale bieten Fax-Dienste an.

Gute Gründe und Hintergrundinfos findet ihr hier:

Lasst eure Phantasie sprühen, aber bitte freundlich und anständig bleiben.

Hier einige Faxvorlagen der Teilnehmer: Argeleb, Dukeraul, Thomas, Hannes, Daniel

Hier die Interessanten Kontakte:

Allendorf Riehl GmbH
Kaesenstraße 17
D-50677 Köln
Fax: +49 0221/3991-299
Michael Ostermeier
ProSieben Television GmbH
Medienallee 7
85774 Unterföhring
Fax: 089/9507-9-1142
Stefan Raab
ProSieben Television GmbH
Medienallee 7
85774 Unterföhring
Fax: 089/9507–7710
Herr Buettgen
Brainpool
Schanzenstr. 22
51063 Köln
Fax: 0221/6509-3005
Katja Plüm
Brainpool
Schanzenstr. 22
51063 Köln
Fax: 0221/6509-9-3010
Stefan Raab
Brainpool
Schanzenstr. 22
51063 Köln
Fax: 0221/6509-3005

Teilt eure Texte und Kreationen mit Anderen, schreibt oder verlinkt diese in den Kommentaren.

Macht mit! Lasst uns zusammen um die mediale Präsenz der Piratenpartei kämpfen.

Alle Hintergrundinfos findet ihr auf der Homepage der Aktion #EnterDenRaab.

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